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Brakel erhält zum fünften Mal den European-Energy-Award

Verantwortung für Zukunft übernehmen

Brakel-Rheder (WB). Zum fünften Mal ist Brakel am Montag mit dem European-Energy-Award (EEA) geehrt worden. Bis auf die erste Prämierung hat Die Stadt nur Gold-Auszeichnungen erhalten.

Frank Spiegel

Lothar Schneider (von links) hat Hermann Temme, Peter Frischemeier, Johannes Groppe, Hendrik Rottländer ebenso zur Gold-Auszeichnung gratuliert wie Berater Rainer Tippkötter, Petra Schepsmeier, Klima-Netzwerkerin im Regierungsbezirk Detmold und Geschäftsführerin Ilga Schwidder. Foto: Frank Spiegel

Im Weidenpalais am Schloss Rheder erhielten als Anerkennung für ihr mehrjähriges Engagement in Sachen Kommunale Energiewende fünf Kommunen aus dem Regierungsbezirk Detmold sowie der Kreis Lippe den European-Energy-Award.

Aus der Hand von Lothar Schneider, Geschäftsführer der Energie-Agentur NRW, die im Auftrag des NRW-Wirtschaftsministeriums das Energiemanagementverfahren durchführte, und Ilga Schwidder von der Bundesgeschäftsstelle des European-Energy-Award nahmen die Stadtspitzen von Brakel, Löhne, Minden, Verl, Bad Salzuflen sowie der Landrat des Kreises Lippe das weiße Ortsschild entgegen, das Kommune beziehungsweise Kreis als Preisträger ausweist.

Stadt als Vorbild

„Mehrere regenerative Nahwärmenetze entstanden in und um die historische und mit vielen denkmalgeschützten Gebäuden ausgeschmückten Altstadt“, nannte Lothar Schneider Gründe für die erneute Zertifizierung Brakels.

Der Betrieb erfolge hier durch regionale Akteure und setze Energieträger aus der Region ein. Die Stadtverwaltung selbst wirke als Vorbild im Bereich eines nachhaltigen und energieoptimierten Betriebs der eigenen Gebäude und Anlagen. Bei diesen liege der Anteil der Erneuerbaren Energien bei der Wärmeversorgung bei 60 Prozent und bei der Stromversorgung bei 100 Prozent.

Der Geschäftsführer: „Für Bürger und Wirtschaftsunternehmen bietet die Stadt umfassend und seit vielen Jahren Beratungsaktivitäten und städtische Förderprogramme an.“ Außerdem profitiere die Stadt von der stetigen Stelle eines Klimamanagers.

„Dieses Management-Verfahren ist keine einmalige Geschichte, es handelt sich vielmehr um einen Prozess, in dem man sich jedes Jahr behaupten muss“, erläuterte Lothar Schneider

Nethestadt schon früh dabei

Brakel gehört zu den Pionieren des EEA-Prozesses in Deutschland. Seit 2004 unterstützt der EEA-Prozess die Energie- und Klimaschutzaktivitäten.

„Klimaschutz ist in Brakel ein großes Thema und liegt mir persönlich am Herzen“, betonte Bürgermeister Hermann Temme bei der Verleihung. Seit 2010 stütze sich die Stadt Brakel auf ein Klimaschutzkonzept und betreibe konsequente Maßnahmen, welche dazu beitrügen Energieeinsparungen vorrangig an und in städtischen Gebäuden zu erzielen.

Teamarbeit

Temme: „In Zusammenarbeit mit vielen Akteuren wurden in jahrelanger und konsequenter Art und Weise Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz, zur Reduzierung von Energieverbräuchen und -kosten sowie zur Reduzierung von CO

-Emissionen umgesetzt.“

Als Beispiele nannte er hier den Einsatz regenerativer Energien zur Strom- und Wärmeversorgung sowie stadteigene Förderprogrammen zum energieeffizienten Bauen und Sanieren. Sein Dank galt dem Energie-Team der Stadt Brakel für deren Engagement. „So etwas kann man nur im Team erreichen“, sagte der Bürgermeister und bedankte sich bei seinem allgemeinen Vertreter Peter Frischemeier, Bauamtsleiter Johannes Groppe und Klimamanager Hendrik Rottländer.

„Wir ehren heute diejenigen, die tatkräftig handeln, die zukunftsorientiert und nachhaltig planen, die anpacken und umsetzen“, sagte Ilga Schwidder. Dabei handele es sich beim Klimaschutz keineswegs um eine Pflichtaufgabe: „Sie handeln aus der Erkenntnis heraus, dass es notwendig ist, tätig zu sein aus der Sorge um ein sicheres Dasein.“ Damit übernähmen die Städte Verantwortung nicht nur für das Hier und Jetzt, sondern auch für die Zukunft.

Verhalten ändern

Covid 19 habe gezeigt, dass die Menschen in der Lage seien, ihr Verhalten massiv zu ändern. Somit sei auch in Sachen Klimaschutz der Zeitpunkt des Umkehrens jetzt.

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