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Leben mit Rheuma: schnelle Diagnostik und individuelle Therapien für den Patienten in Brakel

Wenn das Knie schmerzt

Brakel

Bernd Rosenbaum (51) leidet an einer rheumatischen Gelenkserkrankung, die zwingend behandelt werden muss, denn ohne Behandlung kann er nicht mehr richtig gehen.

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Von heute auf morgen hat sich sein Leben verändert: Bernd Rosenbaum (51) leidet an einer rheumatischen Erkrankung in den Knie- und Handgelenken. Behandelt wird er im St.-Vincenz-Hospital in Brakel. Foto: KHWE

Für Bernd Rosenbaum ist es ein normaler Arbeitstag im Home-Office, als er erste leichte Verspannungen in der rechten Kniebeuge verspürt. Plötzlich wird das Knie dick und es fällt ihm sogar zunehmend schwer, sein Bein mit eigener Körperkraft vom Sofa auf den Boden zu stellen. „Ich konnte nicht mehr richtig gehen“, erinnert sich der 51-Jährige aus Höxter-Fürstenau. Sein rechtes Bein konnte er nur noch hinter sich herziehen. Bernd Rosenbaum: „Von jetzt auf gleich wurde mein Leben umgekrempelt.“

Mit starken Schmerzen schleppt sich Bernd Rosenbaum, der beruflich als Manager im Produktmarketing für industrielle Kommunikationstechnik tätig ist, buchstäblich durch den Tag. Die Hoffnung, dass die Probleme möglicherweise wie von Zauberhand wieder verschwinden, wollte er nicht aufgeben. Doch die Schmerzen hielten an, die körperlichen Einschränkungen wurden größer – für den sehr sportlichen Höxteraner selbst unerklärlich.

Ultraschall bringt Gewissheit

Einen Tag später zwickt es im linken Bein. Verspannungen in der Kniebeuge. Das Knie wird stündlich dicker. „Abends war ich fast bewegungsunfähig, und ich wusste fast nicht mehr, wie ich noch laufen sollte“, sagt Rosenbaum. Der Weg zur Toilette wird schwieriger, Treppe rauf- und runtergehen ist beinahe unmöglich. Gemeinsam mit seiner Frau entscheidet er sich dafür, einen Rettungswagen zu rufen. In der Notfallambulanz des St.-Ansgar-Krankenhauses in Höxter angekommen, werden seine Knie geröntgt und Blut abgenommen. „Die Ärzte haben mich glücklicherweise vollständig durchgecheckt“, so der 51-Jährige.

Dort wird entschieden, den Patienten in die Klinik für Rheumatologie im St.- Vincenz-Hospital in Brakel unter der Leitung von Chefarzt Dr. Michail Govorov zu verlegen. Dort ist die Ursache schnell gefunden und die Diagnose eindeutig. Neben den auffälligen Entzündungswerten im Blut, bringt ein Ultraschall die Gewissheit: Bernd Rosenbaum leidet an einer rheumatischen Gelenkserkrankung, die zwingend behandelt werden muss.

Individuelle Behandlung

Mittels Punktion wird die eingesammelte Flüssigkeit aus den Gelenken entnommen, anschließend wird Cortison gespritzt. Am kommenden Tag folgt das linke Knie und die Schwellungen gehen zurück. Doch dann eine weitere schlechte Nachricht: Neben Rosenbaums Knie sind auch die Handgelenke von der rheumatischen Erkrankung betroffen. „Jeder Patient erhält bei uns seine individuelle Therapie“, sagt Chefarzt Dr. Govorov, so auch Bernd Rosenbaum. Obwohl er für wenige Tage zum Schutz seiner Kniegelenke auf den Rollstuhl angewiesen sein wird, blickt er positiv in die Zukunft. „Ich fühlte mich in der Klinik für Rheumatologie dank des guten Ärzte- und Pflegeteams von Beginn an gut aufgehoben. Ihnen habe ich zu verdanken, dass es mir endlich wieder besser geht“, sagt er. Worauf sich der Höxteraner nun am meisten freut? Rosenbaum: „Wieder ohne Schmerzen gehen zu können.“

Rheuma ist eine Erkrankung mit vielen Facetten: Die Betroffenen leiden häufig unter starken Schmerzen oder sind in ihrer Bewegung eingeschränkt. Ziel der Fachärzte der Klinik für Rheumatologie des St.-Vincenz-Hospitals in Brakel ist es, den entzündlichen Prozess zum Stillstand zu bringen oder gar die Medikamente absetzen zu können. Wegen der engen Zusammenarbeit innerhalb der KHWE mit anderen Fachabteilungen wie der Orthopädie, der Inneren Medizin und der Schmerzmedizin können die Patienten auf einem hohen medizinischen Niveau behandelt werden – sowohl stationär als auch ambulant.

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