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KJG/CU Brakel will mit „Homecamping“ für ausgefallene Veranstaltung entschädigen

Zeltlager-Stimmung im eigenen Garten

Brakel (WB). Mehr als 50 Kinder haben sich für das diesjährige Zeltlager des KJG/CU Brakel angemeldet. Doch auch dieses fällt der Corona-Krise zum Opfer.

Dieses Szenario hat 45 Jahre zum Sommer des KJG/CU Brakel gehört. In diesem Jahr fällt das traditionelle Zeltlager der Corona-Krise zum Opfer. Foto: KJG/CU Brakel

Das Leitungsteam will dennoch ein wenig Lagerleben ermöglichen. „Homecamping 2020“ heißt das Stichwort. „Mit den über 30 motivierten Gruppenleiterinnen und -leitern im Team würden die KJG gerne alles möglich machen, was im Sommer möglich sein wird“, berichtet Geistlicher Rat Johannes Tobisch. Das werde zwar keine Übernachtung sein, aber alle hofften darauf, einzelne Tages-Aktionen anbieten zu können. „Da werden wir nun von Woche zu Woche schauen und alle Interessierten auf dem Laufenden halten“, verspricht Johannes Tobisch.

Alex-Zelte zu verleihen

So bietet KJG/CU Brakel an, die geliebten Alex-Zelte nach Absprache auszuleihen, um im eigenen Garten ein paar Tage zelten zu können. „Dieses ‚Homecamping‘ – es gibt ja zur Zeit auch ‚Homeschooling‘ und ‚Homeoffice‘ – kann zwar kein ganzes Zeltlager ersetzen, aber vielleicht kommt etwas Lagerfeeling für alle interessierten Kinder und Jugendlichen in die heimischen Gärten auf“, sagt Johannes Tobisch.

Geplant ist das „Homecamping“ für die Dauer von einer Woche in der Zeit vom 18. bis 25. Juli.

Der Geistliche Rat: „In dieser Zeit sind die Kinder jedoch nicht alleine. Es wird jeden Tag ein Programm angeboten von der Morgenrunde, in der eine Geschichte und ein Impuls für den Tag vorgelesen werden, über eine AG-Einheit, in der zum Beispiel gebastelt wird.“ Es solle auch eine Stadtrally beziehungsweise einen Postenlauf geben. Für die Abendrunde im heimischen Garten sollen unter anderem kleine Grill-Sets verteilt werden.

Gesang am Gartenzaun

Die Leiter wollen über den Gartenzaun mit den Teilnehmern zu Gitarrenklängen singen. „Natürlich werden beim ‚Homecamping‘ alle geltenden Hygiene und Abstandsregeln eingehalten, so dass viele Programmpunkte auch multimedial zum Beispiel über Skype stattfinden werden“, versichert Johannes Tobisch und ergänzt: „Mit diesen auch für uns neuen Wegen hoffen wir, die Kinder in den Sommerferien ein wenig ablenken zu können.“

Risiko ist zu hoch

Alle Informationen zur Anmeldung finden Interessierte im Internet auf www. KJG-Brakel.de

Geplant war das Lager auf dem Zeltplatz In Daseburg. Das Gesundheitsamt des Kreises Höxter, die KJG-Dachverbände und weitere Verbände der Jugendarbeit hatten empfohlen, eine Ferienfreizeit in Form eines Zeltlagers genau zu prüfen beziehungsweise abzusagen.

„Nach vielen Überlegungen und Absprachen hat die Pfarrleitung der KJG/CU Brakel einstimmig entschieden, dass das Zeltlager zum ersten Mal in 45 Jahren in diesem Jahr leider absagt werden muss“, berichtet Johannes Tobisch.

Selbst wenn sich bis Mitte Juli die Situation lockere und man einen anderen Platz finden würden, werde es mit 100 bis 120 Leuten auf engem Raum nicht möglich sein, entsprechende Hygiene und Abstandsregelungen sinnvoll umzusetzen, sodass ein Lager mit einem großen Risiko verbunden wäre. Die KJG/CU Brakel hofft, dass den Eltern und Teilnehmern diese frühe Absage zumindest dabei hilft, den Sommer entsprechend anderweitig planen zu können.

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