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Konzentration des Handels an der Langen Straße – Veranstaltungen in der Innenstadt sollen in Bad Driburg für Belebung sorgen

CDU fordert Konzept für die Innenstadt

Bad Driburg

In Bad Driburg sieht die CDU die Attraktivität der Innenstadt gefährdet. „Die Gefahr von Geschäftsschließungen wird aus vielen Gesprächen mit Inhabern deutlich“, sagt Antonius Oeynhausen, Stadtverordneter und Vorsitzender der Ratsfraktion.

Der Bad Driburger Innenstadt fehlt ein Alleinstellungsmerkmal, sagen Experten eines Beratungsunternehmens. Die CDU möchte etwas dagegen tun und schlägt unterschiedliche Ideen für die Attraktivitätssteigerung vor. Foto: Marius Thöne

Um das zu verhindern, fordern die Christdemokraten jetzt einen Masterplan „Innenstadt 2030“ zur Belegung des Einzelhandels. Ein entsprechendes Konzept soll von der Stadtverwaltung erarbeitet werden, schlägt die Partei in einem Antrag zur Stadtratssitzung am kommenden Montag, 31. Mai, vor.

„Das Ziel ist eine von Bürgern und Gästen hochfrequentierte Innenstadt mit möglichst hoher Belegung der Ladenlokale, um eine hohe Kaufkraft zur Stärkung des Einzelhandels, der Gastronomie und anderer Unternehmen in der Kernstadt zu generieren“, erläutert Oeynhausen.

Um das zu erreichen, müssten nun Konzepte und Ideen entwickelt werden. Die CDU schlägt darum vor, die Einzelhandelsflächen auf der Langen Straße von der Ecke Pyrmonter Straße bis zum Bahnübergang zu konzentrieren. „Im Hellweg und weiteren angrenzenden Flächen wie der Schulstraße gilt es eigenständige und neuartige Entwicklungen zu ermöglichen“, beschreibt Oeynhausen.

CDU schlägt drei Einzelmaßnahmen vor

Um dem Handel mehr Möglichkeiten zur Umsatzgenerierung zu ermöglichen, schlägt die CDU drei Einzelmaßnahmen vor. Dazu zählen Sonntagsöffnungen, regelmäßige Märkte wie Feierabend-, Trödel- oder Kunstmärkte. Auch kleinere Veranstaltungen, die wenig aufwendig zu veranstalten sind, sollen zur Belebung beitragen. Dazu zählen Jazzkonzerte und Kleinkunst.

Die Christdemokraten stellen sich darüber hinaus vor, in der Innenstadt ein Angebot mit regionalen Produkten zu etablieren, darüber hinaus ein attraktives Angebot der Gastronomie. Auch die angestrebte Verlegung der Tourist-Information und der Moorerlebniswelt in die obere Lange Straße (alte Sparkasse) könne die Innenstadt beleben.

Damit das alles professionell begleitet und organisiert werden kann, möchte die CDU einen Innenstadtmanager einstellen, der über einen längeren Zeitraum Gespräche mit Eigentümern und Einzelhändlern führt. Er soll auch das Marketing für die City koordinieren.

Online-Handel ist zunehmende Konkurrenz

Im Entwurf für die Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes schreiben die Gutachter, dass der Online-Handel für den stationären Geschäfte in der City eine zunehmende Konkurrenz darstelle. In einer Befragung haben sie herausgefunden, dass nur ein kleiner Anteil von zwei Prozent Online-Angebote nie nutzt. Mehr als die Hälfte aller Befragten gaben an, alle ein bis zwei Wochen oder häufiger online zu shoppen. Die Pandemie habe diesen Trend beschleunigt, stellen die Experten fest.

Um auch eine junge Zielgruppe anzusprechen, empfiehlt das Einzelhandelsgutachten den Händlern, nicht nur auf die eigene Internetseite zu setzen, sondern Zielgruppen auch über Soziale Medien anzusprechen.

„Ein Großteil der untersuchten Betriebe beschränkt sich auf eine Facebook-Seite“, heißt es in dem Konzept-Entwurf der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) aus Ludwigsburg.

Mit Hinblick auf andere Kommunikationsplattformen wie Instagram oder Youtube zeigten sich hingegen noch deutliche Potenziale in der Kurstadt. „Hier gilt es eine gewisse Offenheit zu zeigen, damit auch jüngere Zielgruppen angesprochen werden können“, schreiben die Experten.

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