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St.-Sebastian-Bruderschaft und St.-Johannes-Bruderschaft planen Baumpflanzaktion am 6. November

Ein bleibendes Zeichen in der Egge setzen

Willebadessen

Die amtierenden Hofstaate der St.-Sebastian-Bruderschaft und der St.-Johannes-Bruderschaft aus Willebadessen wollen dabei helfen, die Egge wieder aufzuforsten. Dafür rufen sie zu einer großangelegten Baumpflanzaktion auf.

Das Foto zeigt die beiden kommandierenden Hofstaate der Schützenbruderschaften sowie Forstamtsmann Jürgen Engemann. Foto: WB

Wie in den umliegenden Gemeinden fällt auch in Willebadessen das Schützenfest erneut aus. Das hat der Vorstand der beiden Bruderschaften bereits vor Wochen bekannt gegeben.

Die amtierenden Hofstaate der St.-Sebastian-Bruderschaft und der St.-Johannes-Bruderschaft haben somit in ihrer zweijährigen Amtszeit keinerlei festliche Aktivitäten erleben dürfen. Um trotzdem voller Stolz auf die Hofstaatzeit zurückblicken zu können, hat sich die Hofstaats-Truppe unter den beiden Obristen Jörg Mackenbach und Andre Hillebrand nun etwas ganz Besonderes ausgedacht: eine großangelegte Baumpflanzaktion im städtischen Wald.

In einer Pressemitteilung erklären die Schützen, worum es geht: Unter der Leitung Jürgen Engemanns vom Gemeindeforstamt Willebadessen soll in der vom Borkenkäfer gebeutelten Region eine gerodete Fläche neu bepflanzt werden. Alle Vereinsmitglieder und Bürger Willebadessens, besonders Familien mit Kindern, sind eingeladen, sich an der Aktion zu beteiligen und einen „eigenen Baum“ zu setzten.

Idee kam beim Grillabend

Die Idee kam dem Hofstaat bei einem gemeinsamen Grillabend. Alt-Schäffer Nico Überdick ist sich sicher, dass diese Aktion die Menschen der Stadt Willebadessen verbindet, und den Bezug zur beliebten Egge stärkt. Die beiden Hofstaate haben sich nun mit Jürgen Engemann vor Ort getroffen, um mit ihm die Vorgehensweise zu besprechen und eine in Frage kommende Fläche zu suchen.

Bepflanzt wird nun eine Fläche von drei Hektar Größe, gegenüber des Fernsehturmes. Viele Pendler betrachten täglich die abgeholzten Flächen und erschrecken bei dem Anblick. „Auf diesem Grundstück finden bis zu 4000 neue, gemischte Nadelholz-Setzlinge Platz“, sagt Engemann.

Im Gespräch stellte sich zudem die Frage, warum bei jedem abgeholztem Baum ein Rest von etwa einem Meter Höhe stehen bleibt. Wie bereits berichtet, geschieht dies zum Vorteil der Setzlinge. Die Stümpfe spenden Schatten und schützen vor Wind. Des Weiteren kann das vorhandene Wurzelwerk die Feuchtigkeit für die „neuen Bäume“ speichern, erklärte Engemann.

35.000 Setzlinge geplant

Insgesamt sollen in diesem Jahr 35.000 Setzlinge bestellt werden, die von November bis April gepflanzt werden sollen. Die beiden Hofstaate spenden zu diesem Zweck 400 Euro. Ein Setzling kostet etwa einen Euro. „Es wäre schön, wenn die Aktion von möglichst vielen Freunden, Bürgern und Vereinen unterstützt wird“, betont Nico Überdick.

Sowohl Geldspenden, als auch Unterstützung bei der Pflanzung der Setzlinge seien willkommen. Bis zum 24. Oktober stehen dafür Spendendosen bei Rewe Rössing, Metzgerei Adler, der Vereinigten Volksbank, Sparkasse und der St. Vitus Apotheke bereit. „Jeder Euro, der gespendet wird, ist eine spürbare Unterstützung und fließt zu 100 Prozent in die Aktion ein“, versichert Nico Überdick.

Stattfinden soll die Baumpflanz-Aktion am Samstag, 6. November. Nähere Informationen und Anmeldung direkt bei Nico Überdick unter Telefon 0170/2375707 oder 05646/9434877.

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