1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Kreis Höxter
  6. >
  7. Enkeltrickbetrug per WhatsApp

  8. >

Senioren verlieren Geld – Polizei warnt

Enkeltrickbetrug per WhatsApp

Korbach/Warburg

Betrüger waren in Nordhessen mit dem Enkeltrick erfolgreich. Doch dieses Mal nicht per Telefon: Für die Kommunikation mit den Opfern griffen die Täter auf den Messenger-Dienst WhatsApp zurück. Die Polizei warnt vor der Masche.

Bei der Kommunikation mit ihren Opfern griffen die Enkeltrickbetrüger auf den Messenger-Dienst WhatsApp zurück. Foto: Daniel Lüns

Demnach versuchen die Betrüger, bei überwiegend älteren Menschen Kasse zu machen. Während eine Seniorin den Betrugsversuch rechtzeitig erkannte, wurden eine 57-Jährige und eine 63-Jährige Opfer der Betrüger, schildert das Polizeipräsidium Nordhessen.

So hatte eine 72-Jährige aus Korbach diese Textnachricht bekommen: „Hallo Mama. Mein Handy ist kaputt und das ist meine neue Nummer. Schreib mir sobald du das gelesen hast.“ Nachdem die Frau geantwortet hatte, fragte der angebliche Sohn, ob sie etwa 5000 Euro auf ein benanntes Konto überweisen könne, angeblich zur Begleichung offener Rechnungen. Die Frau ließ sich nicht darauf ein, rief ihren echten Sohn an und erstattete Anzeige bei der Polizei.

Bei zwei weiteren Frauen aus Korbach waren die Betrüger aber erfolgreich. Eine 63-Jährige erhielt eine ähnliche Nachricht und glaubte, mit ihrer Tochter zu schreiben. Die Seniorin überwies eine Summe von mehreren hundert Euro. In einem anderen Fall überwies eine 57-jährige Frau 2000 Euro auf das genannte Konto.

Das Polizeipräsidium Nordhessen rät dazu, immer misstrauisch zu sein, wenn es um Geldforderungen geht – egal ob per Post, E-Mail, am Telefon oder Messenger-Diensten wie WhatsApp. Die Betrüger passten ihre Maschen zudem ständig an.

Im Kreis Höxter wurde so ein Fall bisher nicht zur Anzeige gebracht, erklärt Jörg Niggemann, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Höxter. Das bedeutet aber nicht, dass die Masche in der Region noch nicht eingesetzt wurde. Den Tipps seiner hessischen Kollegen schließt sich Niggemann an: „Man kann nicht oft genug vor dem Enkeltrick warnen.“

Startseite
ANZEIGE