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Karnevalsaktion in Corona-Zeiten: Pickel-Jauh wettet gegen die heimischen Kinder

Für 111 närrische Bilder gibt‘s Geld

Willebadessen

Hohe Corona-Inzidenzwerte, viele Veranstaltungen fallen aus oder werden vertagt, Bereiche des öffentlichen Lebens liegen flach – in dieser trüben Zeit möchte der Pickel-Jauh aus Willebadessen-Peckelsheim für Aufmunterung sorgen. Er wettet gegen heimische Kinder. Wenn sie gewinnen, gibt‘s bares Geld.

Von Daniel Lüns

Ben I. (Sake) und Mia I. (Jonietz) sind das aktuelle Kinderprinzenpaar des Peckelsheimer Karnevalsvereins Pickel-Jauh. Die Regenten ­werben für die Malaktion und freuen sich auf viele schöne Bilder. Foto: Daniel Lüns

„Gerade Kinder kommen zurzeit einfach zu kurz“, schildert Uwe Jonietz, Präsident des Pickel-Jauh. „Sie können kaum ihren Hobbys nachgehen. Unsere Tänzerinnen zum Beispiel können gerade auch nicht üben.“ Daher sei mit dem neuen Kinderprinzenpaar, Ben I. (Sake) und Mia I. (Jonietz), die Idee der Wette entstanden.

Verein wird 33 Jahre alt

Und so funktioniert‘s: Anlässlich seines diesjährigen 33-jährigen Bestehens wettet der Karnevalsverein gegen die Kinder der Sankt-Nikolaus-Grundschule und des Familienzentrums „Am Park“. „Wir wetten, dass sie es nicht schaffen, 111 Bilder über den Karneval oder unser Jubiläum zu malen“, sagt Uwe Jonietz. Und zwar ab sofort und bis Mittwoch, 16. Februar.

Weitere Vorgaben gibt es nicht. Die jungen Narren können ihrer Fantasie also freien Lauf lassen. Das Malen von kunterbunten Karnevalswagen ist ebenso erlaubt wie das Verewigen von Fußgruppen oder ausgefallenen Kostümen. Umso schöner natürlich, wenn das alles auch einen Bezug zum närrischen Jubiläum hat.

Wie die Bilder dann zum Verein kommen, wird noch besprochen. Um größere Zusammentreffen zu vermeiden, soll es keine große Abgabeaktion geben, sagt Uwe Jonietz. Der Verein spreche mit den Einrichtungen ab, ob etwa das Kinderprinzenpaar die Bilder auch corona-konform abholen könne. Diese Details sollen in Kürze geklärt werden, sagt Jonietz.

Bilder werden ausgestellt

Fest steht: Kommen 111 Bilder – gerne auch mehr – zusammen, gibt es Geld. „Wenn die Kinder das schaffen, werden wir an die beiden Einrichtungen spenden“, verspricht der Präsident. Mehr noch: „Wir werden die Bilder auch ausstellen. Und zwar in Schaufenstern von Geschäften in der Langen Torstraße.“ Am Wochenende 18. und 19. Februar, also passend zum eigentlich geplanten Büttenabend, sollen die Kunstwerke platziert werden.

Wie das Geld dann an die Einrichtungen komme, werde noch entschieden. Angedacht sei, es an Weiberfastnacht unter Berücksichtigung der aktuellen Corona-Maßnahmen mit einer Abordnung draußen zu übergeben.

„Diese Aktion ist sehr wichtig für uns“, betont Uwe Jonietz. „Aktuell passiert ja gar nichts. Intern hatten wir noch geplant und im November auch gehofft, aber ausrichten können wir zurzeit nichts.“ Durch Aktionen wie diese könne der Verein den Karneval auch in Corona-Zeiten am Leben halten.

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