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Dorfgemeinschaft Welda investiert in das Heizsystem von Iberghalle und Dorfgemeinschaftshaus

Heimatpreis für Klimaschutz genutzt

Warburg

Die Dorfgemeinschaft von Warburg-Welda hat die 1500 Euro aus dem Heimatpreis in das Heizsystem von Iberghalle und Dorfgemeinschaftshaus investiert. Die Gebäude wurden einer Thermo- und Schwachstellanalyse unterzogen, Heizkörper erhielten elektronische Thermostatköpfe und eine Funksteuerung.

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In der Iberghalle (Foto) und im Dorfgemeinschaftshaus werden Heizkörper nun elektronisch gesteuert. Foto: Jürgen Vahle

Das teilt die Dorfgemeinschaft in einer Pressemitteilung mit. Demnach seien Betrieb und Erhaltung der Gebäude mit erheblichen Energiekosten verbunden. Eine von der Dorfgemeinschaft durchgeführte Wirtschaftlichkeitsbetrachtung habe sogar ergeben, dass weit mehr als die Hälfte der Energiekosten verursacht wurde, als die Gebäude ungenutzt waren. Daher sollte die Energiebilanz ermittelt und optimiert werden.

Thermostatköpfe ersetzt

Eine Thermo- und Schwachstellanalyse der Gebäude habe ergeben, dass 21 Heizkörper der Gebäude bzw. deren Thermostatköpfe nicht mehr zuverlässig ihre Funktion erfüllten. „Obwohl die Räume eine Temperatur von durchschnittlich zwölf Grad Celsius aufwiesen, heizten die Heizkörper in Frostschutzstellung die ungenutzten Räume auf“, schildert Holger Sprenger, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft.

Der Vorstand der Dorfgemeinschaft Warburg-Welda (von links): Hubertus Kuhaupt, Hubert Ashauer, Thomas Multhaupt und Holger Sprenger. Foto: Dorfgemeinschaft Welda

Das habe zu einem unnötigen Energieverbrauch geführt. „Im Laufe der Jahre verlieren die Thermostatköpfe ihre Genauigkeit, ihre Schließkraft und Effizienz“, sagt Sprenger. „Dies führt dazu, dass der Heizkörper nach und nach erst bei höheren Temperaturen geschlossen wird. Im Frostschutzbetrieb schließt das gealterte Ventil dann nicht mehr bei sechs Grad sondern etwa erst bei 15 Grad Celsius.“ Im normalen Hausgebrauch falle das kaum auf.

Da elektronische Thermostatköpfe einen solchen Mechanismus nicht besäßen, habe die Dorfgemeinschaft im ersten Schritt die Heizkörper der wenig genutzten Nebenräume mit solchen Köpfen ausgestattet. Die Heizkörper der anderen Räume hätten elektronische Thermostatköpfe mit sogenannter digitaler DECT-Funkverbindung und einer Smart-Home-Funktion bekommen.

Halle pünktlich vorheizen

Die oft genutzten Räume hätten ein zusätzliches Raumthermostat und einen Aktivierungstaster bekommen, der ebenfalls über die digitale Funkverbindung mit dem Smart-Home-System verbunden sei. Im System seien die Heizkörper zu Gruppen zusammengefasst worden. „Dadurch lassen sich die Räume jetzt je nach Bedarf Zeit- und Temperaturgenau beheizen und das völlig unabhängig von der jeweiligen Außentemperatur“, erklärt Sprenger.

„Zudem erkennen die neuen Thermostatköpfe wenn beispielsweise wegen Corona öfter gelüftet wird und schalten in dieser Zeit die Heizfunktion ab.“ Das spare Energie und den Geldbeutel und sei zudem eine wichtige Maßnahme gegen den Klimawandel. „Die so erreichte Reduzierung des Gasverbrauchs ist erheblich und führt voraussichtlich zu einer CO2-Reduktion von über zwei Tonnen pro Jahr“, sagt Sprenger.

Das neue System ermögliche aber auch mehr Komfort. So freuten sich etwa die Weldaer Kinder des Adolph-Kolping-Kindergartens darüber, dass die Iberg-Halle nun immer pünktlich vorgewärmt sei, wenn sie mit ihren Turnstunden beginnen. Gleiches gelte für die anderen Weldaer Gruppen.

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