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Slowake wird von Baum am Brustkorb getroffen

28-Jähriger stirbt bei Baumfällarbeiten

Höxter (WB/thö). Bei Baumfällarbeitenin einem Wald zwischen Ovenhausen und Lütmarsen ist ein Waldarbeiter tödlich verletzt worden. Nach Angaben der Polizei wurde der 28 Jahre alte Mann, der aus der Slowakei stammt, am Montagvormittag von einem Baum am Brustkorb getroffen.

Die Feuerwehr konnte nicht bis an die Einsatzstelle heranfahren. Sie lag rund 400 Meter vom Waldweg entfernt. Foto: Feuerwehr Höxter

»Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es nicht«, sagte Polizeisprecher Andreas Hellwig. Der Mann gehörte offenbar zu einer Gruppe Slowaken, die in dem Waldgebiet arbeitete. Nach Angaben der Bezirksregierung, die den Fall unter Arbeitsschutzgesichtspunkten jetzt untersucht, habe es sich um Fachkräfte gehandelt.

Um in dem steilen Gelände am Bramberg überhaupt zu dem Verunglückten vordringen zu können, benötigte der Rettungsdienst die Unterstützung der Höxteraner Feuerwehr. »Die Einsatzstelle war mit Fahrzeugen nicht erreichbarund lag noch etwa 400 Meter vom Waldweg entfernt«, berichtet Feuerwehr-Chef Jürgen Schmits.

»Trotz aller Anstrengungen musste die Wiederbelebung aber erfolglos eingestellt werden«

So musste Rettungsmaterial mit einem privaten Pick-Up an die Einsatzstelle gefahren werden. Die Wehrleute aus Höxter und Ovenhausen unterstützten Sanitäter und Notarzt bei der Versorgung des 28-Jährigen. »Trotz aller Anstrengungen musste die Wiederbelebung aber erfolglos eingestellt werden«, sagte Schmitz weiter. Der tödlich Verletzte wurde später mit einer Schleifkorbtrage aus dem Waldgebiet gebracht.

Schmits sprach von einer extremen körperlichen Belastung der Einsatzkräfte durch die Arbeit im unwegsamen und stark ansteigenden Gelände. Auch Notfallseelsorger waren im Einsatz und kümmerten sich um die Kollegen des Verunglückten sowie die Einsatzkräfte.

Die Abteilung für Arbeitsschutz bei der Detmolder Bezirksregierung hat die Ermittlungen zu dem Unglücksfall aufgenommen. Gestern haben die Beamten die Unglücksstelle in Augenschein genommen. Nach ersten Erkenntnissen soll der Verunglücke wie vorgeschrieben allein am Baum gearbeitet haben. Seine Kollegen seien auf Sicherheitsabstand gewesen.

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