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Staatsanwaltschaft geht gegen Ehepaar aus Brakel vor - Irish Setter mit Elektroschockband liegt bewegungslos in heißem Wagen

Anklage: Hund muss bei 30 Grad im Auto leiden

Höxter/Brakel (WB/rob). Das ging schnell: Die Staatsanwaltschaft Paderborn hat gegen ein Ehepaar (54, 56) aus Brakel Anklage vor dem Amtsgericht Höxter wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erhoben. Dem Paar wird vorgeworfen, am 11. August in Höxter in der Mittagszeit bei einer Außentemperatur von mehr als 30 Grad einen Hund in dem von ihnen geparkten Auto zurückgelassen zu haben.

Während sich Frauchen und Herrchen in Höxters Innenstadt aufhielten, lag ein Hund (Symbolfoto) im heißen Auto auf dem Parkplatz Berliner Platz regungslos bei mehr als 30 Grad Außentemperatur. Die Halter des Tieres erwartet nun ein Gerichtstermin, bei dem der Strafrichter wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz sicher eine fühlbare Strafe aussprechen dürfte. Foto: dpa

Das Tier wurde nicht nur wegen der Hitze nach kurzer Zeit bewegungslos, sondern erlitt weitere Leiden durch ein umgehängtes Elektroschockband (wir berichteten). Ein Hauptverhandlungstermin sei noch nicht bekannt, sagte Oberstaatsanwalt Marco Wibbe.

Todesfalle Auto: Dass ein Hund in einem Fahrzeug in der prallen Sonne zurückgelassen wurde, das hat auch die Tierschutzorganisation PETA empört. Eine Anzeige war kürzlich erstattet worden. Der Irish Terrier im Wagen habe kein Wasser mehr gehabt und nur eines der Fenster sei einen Spalt breit geöffnet gewesen. Aufmerksame Bürger hätten sich wegen dem auf dem Berliner Platz geparkten Wagen an die Polizei gewandt. PETA: „Da der Hund keine Reaktion mehr gezeigt hat, als die Beamten eintrafen, öffneten diese sofort das Auto und konnten dem armen Tier so das Leben retteten. Zusätzlich stellten die Polizisten fest, dass der Vierbeiner ein verbotenes Elektroschock-Halsband trug.“

Die Halter erwartet auch deshalb eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, weil dies untersagt, Tieren länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zuzufügen. Die Tierrechtsorganisation erstattete forderte auch ein Tierhalteverbot für die Hundehalter. „Viele unterschätzen die Auswirkungen der Sommerhitze auf Vierbeiner, wenn sie diese in Autos zurücklassen. Hunde werden in den überhitzten Autos unruhig, kratzen an Fenstern und geraten in Panik“, so die Tierschützer in einer Presseerklärung zu dem Fall in Höxter.

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