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Arntz-Optibelt investiert vier Millionen in neues Riemen-Prüfzentrum

Auf Herz und Nieren testen

Höxter (WB). Der Antriebsriemen-Hersteller Arntz-Optibelt baut an der Corveyer Allee in Höxter ein neues Prüfzentrum. Etwa vier Millionen investiert das Unternehmen. Jetzt wurde der erste Spatenstich gesetzt.

Marius Thöne

Erster Spatenstich für das neue Prüfzentrum (von links): Michael Werner (Kreis), Konrad Ummen (Geschäftsführung), Winfried Mayer (Bauplaner), Reinhold Mühlbeyer (Geschäftsführung), Bauunternehmer Reinhard Quast, Bürgermeister Alexander Fischer und Dr. Frank Michel (Entwicklungschef bei Arntz-Optibelt). Foto: Marius Thöne

In der zweiten Hälfte des kommenden Jahres soll das neue Prüfzentrum in Betrieb gehen. Mit mehr als 2200 Quadratmetern Fläche bietet es mehr als doppelt so viel Platz wie sein Vorgängerbau an der Siemensstraße.  »Wir machen damit einen Quantensprung in Sachen Prüftechnologie«, sagt Reinhold Mühlbeyer, Vorsitzender der Geschäftsführung. In den insgesamt 29 unterschiedlichen so genannten Prüfzellen sollen künftig alle Antriebsriemen auf Herz und Nieren geprüft werden. »Das gilt für alle Produkte, die in Höxter entwickelt und produziert werden«, sagte Dr. Frank Michel, Leiter der Produktentwicklung gestern.

Geräuschverhalten und Wirkungsgrad

Dabei müssten die Riemen in dem neuen Prüfzentrum unter verschärften Leistungs- und Temperaturbedingungen Laufzeiten von mehreren hundert Stunden überstehen. Auch das Geräuschverhalten und der Wirkungsgrad würden getestet. Riemen aus Höxter finden sich beispielsweise in Mähdreschern, Rasenmähern, Waschmaschinen oder Autos. »Die Kunden fordern von uns für ihre Zwecke ausgelegte Tests«, erläuterte Dr. Michel. Von ihren Computern könnten die Mitarbeiter von Arntz-Optibelt künftig auf die Daten aus dem Prüfzentrum zugreifen.

Bürgermeister lobt Engagement

Ins gleiche Horn stieß Bürgermeister Alexander Fischer. »Solche Unternehmen, die ›Ja‹ zur Stadt Höxter sagen, brauchen wir«, betonte das Stadtoberhaupt auch die herausragende Rolle des Riemenherstellers als größter Höxteraner Arbeitgeber. Rund 700 der insgesamt 2000 Angestellten des Familienbetriebes sind am Stammsitz tätig. Arntz-Optibelt erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 230 Millionen Euro.

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