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Mögliche Wirtschaftspark-Erweiterung: CDU in Albaxen und Stahle positioniert sich

Ausbau nicht um jeden Preis

Höxter

Die Christdemokraten in Albaxen und Stahle haben sich zu einer mögliche Erweiterung des Wirtschaftsparks Höxter positioniert. CDU-Vertreter beider Orte unterstützen einen zukunftsorientierten Ausbau, stellen zugleich aber Forderungen.

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Die CDU will einen Ausbau des Wirtschaftsparks, stellt aber Bedingungen. Foto: Harald Iding/Archiv

„Der vorgestellte Regionalplan OWL hat in den Ortschaften Albaxen und Stahle für Unruhe und Unsicherheit gesorgt“, heißt es in der gemeinsamen Stellungnahme. Die Christdemokraten führen weiter aus, dass der Plan, der bereits 2015 bei der Regionalplanungsbehörde OWL in Auftrag gegeben worden sei, nun im Entwurf vorliege. Demnach würden große Gebiete zwischen Stahle und Albaxen als Gewerbe- und Industriebereich (GIB) ausgewiesen.

Katharina Borgolte Foto: Daniel Winkler

„Das bedeutet nicht, dass diese Fläche letztendlich auch zu einem Gewerbe- und Industriebereich entwickelt wird. Es bedeutet lediglich, dass sie generell dafür geeignet ist.“ Ohne einen Flächenentwicklungsplan ohne Bebauungspläne würde nichts passieren. Das sei Sache der Kommunen. Aus CDU-Sicht ist es klar, dass der Regionalplan, der Leitlinien vorgibt und einen Planungshorizont bis zum Jahr 2040 abbilden würde, in dem jetzt vorgestellten Entwurf überdimensioniert sei. „In dieser Form und Größe würde er in der Umsetzung nicht die Zustimmung der CDU in den Ortschaften finden“, stellt Katharina Borgolte, Vorsitzende des Ortsausschusses Stahle, klar.

Ralf Streicher Foto: Daniel Winkler

Die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region sei für beide Ortschaften wichtig, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken. „Seit Jahren schrumpfen in Stahle und Albaxen die Einwohnerzahlen. Die Infrastruktur in den Orten geht zurück und viele Anwohner müssen täglich zu ihren Arbeitsplätzen pendeln.“ Daher unterstütze die CDU in beiden Ortschaften einen Ausbau des Wirtschaftsparks, der sich bisher als echte Erfolgsgeschichte für die Region erwiesen habe. „Aber das nicht um jeden Preis“, macht Ralf Streicher, designierter Vorsitzender des Ortsausschusses in Albaxen, deutlich. „Wir fordern, dass die Anbindung des Wirtschaftsparks an die B64 endlich umgesetzt wird. Und dies ganz klar vor einer möglichen Erweiterung. Auch kann es nicht sein, dass das Gewerbe- und Industriegebiet sich bis an die Ränder der beiden Ortschaften ausweitet. Es müssen an den Grenzen der Orte größere grüne Zonen erhalten bleiben, um die Anwohner vor möglichen Emissionen zu schützen und um einen hohen Freizeit- und Erholungswert zu erhalten“.

Edison Buch Foto: Daniel Winkler

Die Ansiedlung vieler unterschiedlicher mittelständischer Gewerbe- und Industriebetriebe vor wenigen großen Industriebetrieben sei das Ziel. Das würde zusätzliche Gewerbesteuer für Höxter bedeuten.

„Darauf werden wir bei zukünftigen Bebauungsplänen für diese Region sehr genau achten“, erklärten die Christdemokraten Willi Busse und Edison Buch in der gemeinsamen Abstimmungsrunde.

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