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Ratsmehrheit in Höxter will Edelstahlauskleidung – Denkmal von 1936 erhalten

Bahn frei für das Freibad

Höxter (WB). Die Zeiten der endlosen Diskussionen sind vorbei. Der Rat Höxter hat beschlossen, dass die Ausführungsplanung für die Sanierung des 81 Jahre alten Freibades von Höxter jetzt vorgenommen wird. Es soll auch keine Folie, Fliesen oder ständig zu streichende Betonmauern geben, sondern das große Becken mit den 50-Meter-Bahnen wird eine hochwertige Edelstahlauskleidung erhalten. Der Bauantrag wird bald gestellt, und es soll zügig mit der Verwirklichung des Umbaus des jetzt denkmalgeschützten Ensembles begonnen werden. Die Kosten summieren sich aktuell auf 3,1 Millionen Euro. Ziel ist es, zu Beginn der Badesaison 2018 das Freibad zu eröffnen.

Michael Robrecht

So soll das sanierte Freibad aussehen: Im früheren Ein-Meter-Becken wird der neue Nichtschwimmer- und Kinderbereich angelegt. Die große Wasserfläche bleibt – wie der Sprungturm – erhalten. Foto:

Kämmerer Lothar Stadermann sagte, dass Folien- und Fliesenlösungen sicher günstiger seien, aber man müsse bei einer Edelstahlwanne nicht jedes Frühjahr Renovierungen vornehmen. Er wies auch darauf hin, »dass wir endlich zu Potte kommen müssen, wenn wir 2018 dort wieder schwimmen wollen«. Im Rat gab es eine große Mehrheit für die Planungen des Hildesheimer Büros PGH – bei zehn Enthaltungen (einige CDU-Ratsmitglieder) und einer Nein-Stimme (FDP).

Der Bäderausschuss wird noch die Heizungsanlage, die Art der Filter, den Kauf einer Breitrutsche und ein paar Attraktionen festlegen. Die zusätzlichen Haushaltsmittel für den Freibadumbau werden bereit gestellt. Bürgermeister Alexander Fischer nannte die Entscheidung – nach den jahrelangen Debatten – einen wichtigen Schritt für Höxter. Alle Sanierungsschritte sind mit den LWL-Denkmalpflegern abgestimmt, das gilt auch für den 2. Bauabschnitt »Renovierung der Duschen und Umkleiden«, der später auch mit freiwilligen Helfern erfolgen soll.

Der Vorschlag von Berno Schlanstedt (Grüne), über eine Edelstahlauskleidung aus Kostengründen noch mal zu reden, wurde abgelehnt. Dr. Lutz van Herck (CDU) nannte es »unverantwortlich«, 14 Millionen Euro für Hallen- und Freibad auszugeben. Siegfried König (BfH) äußerte seine Genugtuung darüber, dass das Freibad von 1936 erhalten und entgegen vieler anderer Pläne saniert werde. Stefan Berens sieht in dem Umbaubeschluss ein Signal an die Bürger, dass es bei den Bädern weiter gehe. Man müsse zügig bauen, um die Badegäste des Freibades nicht an die Nachbarbäder zu verlieren. Deshalb müssten auch Attraktionen eingebaut werden. Georg Heiseke (UWG) meinte, Höxter müsse endlich ein saniertes Freibad bekommen. Werner Böhler (SPD) erinnerte an den 2. Bauabschnitt, der auch noch etwas koste. Bürger könnten ehrenamtlich helfen. Diese Woche

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