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CDU-Antrag im Bau- und Grundstücksauschuss abgelehnt

Bau der Kunstrasenplätze erneut verschieben?

Höxter (WB). Die CDU will die Bautermine für die geplanten Kunstrasenplätze in Albaxen und Brenkhausen verschieben. Einen Antrag haben die Mitglieder der christdemokratischen Fraktion in der Sitzung des Bau- und Grundstücksausschusses gestellt. Der Antrag ist mit den Stimmen der SPD, BfH, UWG und Grünen mehrheitlich abgelehnt worden.

Jürgen Drüke

Der Trainingsplatz in Brenkhausen soll 2021 in einen Kunstrasenplatz verwandelt werden. Die CDU will den Termin erneut verschieben. Das gilt auch für den Bau in Albaxen 2020. Foto: Jürgen Drüke

„Wir wollen damit die Erhöhung der Grundsteuer B, die im Haushaltsentwurf vorgesehen ist, für die Bürger vermeiden“, erklärte der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten, Stefan Berens, Donnerstagabend vor der Ratssitzung gegenüber dem WESTFALEN-BLATT.

Der Doppel-Haushalt sollte eigentlich in der Ratssitzung am Donnerstagabend verabschiedet werden. Dagegen hatten sich die Parteien UWG, Grüne, FDP und SPD sowie die Wählergemeinschaft Bürger für Höxter vor einer Woche ausgesprochen. Das begründeten sie mit einer zur kurzen Zeitspanne zwischen Vorstellung des Haushaltsentwurfs am 21. November und der vorgesehenen Verabschiedung am 12. Dezember. Der Haushalt soll nun Ende Januar verabschiedet werden – ob als einfacher oder Doppel-Haushalt ist noch offen.

Zitterpartie für die Sportvereine

Bis dahin müssen sich die Sportvereine gedulden, ob die Kunstrasenplätze nun, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, 2020 und 2021 gebaut werden. „Wir haben im Bau- und Grundstücksausschuss nicht nur den Antrag gestellt, die Kunstrasenprojekte zu verschieben, sondern auch die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes im Freibad nach hinten zu verlegen“, erklärte Berens. Die Kosten für das denkmalgeschützte Gebäude werden im Doppel-Haushalt mit 2,5 Millionen Euro veranschlagt.

Der Kunstrasenplatz in Albaxen ist im Haushaltsentwurf für das Sportzentrum Nord (Lüchtringen, Stahle und Albaxen) für 2020 vorgesehen. Der Kunstrasenplatz in Brenkhausen für das Sportzentrum West (Ovenhausen, Bosseborn, Lütmarsen und Brenkhausen) sollte demnach 2021 in Angriff genommen werden. Die beiden Baumaßnahmen sind bereits einmal verschoben worden.

750.000 Euro für jeden Platz

„Mit dem unabhängigen Institut ikps aus Stuttgart haben wir vor vier Jahren in mehreren Workshops ein gutes Konzept aufgestellt. Das Ziel war es, den Sport im Stadtgebiet Höxter zukunftsorientiert aufzustellen“, führt Roland Merker, Vorsitzender des Stadtsportverbands Höxter, gegenüber dieser Zeitung aus. Die Kunstrasenplätze werden jeweils mit 750.000 Euro veranschlagt.

„Mit dem Sportstättenkonzept sollen umfängliche Versäumnisse der Vergangenheit aufgearbeitet werden. Die Umsetzung ist für die Bürger, Schulen und Sportvereine wichtig“, sicherte BfH-Ratsherr Hermann Loges dem Stadtsportverband und den Vereinen die Unterstützung zu. Allerdings könnten die kleinen Parteien gegenüber der Groko (CDU und SPD) keine Mehrheit auf die Beine bringen. Die CDU will wiederum laut Berens in Sachen Kunstrasenplätze in die Diskussion treten und abwarten. Unabhängig davon, würde seine Partei einen Doppel-Haushalt begrüßen.

Ein Kommentar von Jürgen Drüke

Visionen, großes Engagement und eine zukunftsorientierte Ausrichtung: Das Sportstättenkonzept ist vor fast vier Jahren über ein Jahr lang von der Verwaltung, den Vereinen und den kommunalpolitischen Vertretern auf die Beine gestellt worden.

Jetzt könnte bei den Kunstrasenplätzen, geht es nach der CDU, eine weitere Bauverschiebung erfolgen. Wieder um ein Jahr? Die Sportlerinnen und Sportler, die im Herbst und Winter aufgrund fehlender Möglichkeiten nicht draußen trainieren können, sowie die ehrenamtlichen Kräfte würden erneut verprellt.

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