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Bezirksregierung Detmold begründet Ablehnung mit gültigem Regionalplan

Behörde: Atomlager-Pläne für Würgassen unzulässig

Würgassen (dpa)

Ein geplantes Zwischenlager für radioaktive Abfälle in Würgassen im östlichen Nordrhein-Westfalen ist nach Ansicht der zuständigen Behörde auf dem anvisierten Areal unzulässig. Das von der Bundesgesellschaft BGZ für den Lagerbau angestrebte Gelände sei im gültigen Regionalplan „als Fläche für Kraftwerke und einschlägige Nebenbetriebe“ ausgewiesen, berichtete die Bezirksregierung Detmold am Mittwoch.

 

Das ehemalige Kernkraftwerk Würgassen. Foto: Harald Iding

­„Die Nutzung als Lager- und Umschlagplatz für jegliche Abfälle gehört nicht zu den zulässigen Nutzungen.“ Das habe man der BGZ am Dienstag mitgeteilt. „Die Ziele des geltenden Regionalplans stehen dem Vorhaben der BGZ entgegen.“

Die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung hatte im März angekündigt, sie wolle auf dem Gelände des früheren AKW Würgassen ein „Logistikzentrum“ errichten. Das Areal liegt am Dreiländereck von NRW, Niedersachsen und Hessen. Dort soll laut Unternehmen schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus Deutschland gesammelt und so zusammengestellt werden, dass man sie danach schnellstmöglich ins Endlager Konrad nach Salzgitter bringen könne. Dort entsteht derzeit ein Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle.

Laut Bezirksregierung Detmold kann nach Vorgaben des Regionalplans Ostwestfalen-Lippe das Areal des ehemaligen Kraftwerks demnach nicht als Lager- und Umschlagfläche für Abfall genutzt werden - und zwar „unabhängig davon, ob der Abfall radioaktiv ist oder nicht.“ Der BGZ stehe es frei, diese Entscheidung gerichtlich überprüfen zu lassen. Die BGZ hatte nach eigenen Angaben Widerspruch gegen den Regionalplan eingereicht, den die Bezirksregierung nun zurückgewiesen habe, da dieser zu spät eingegangen sei. Man weise den Vorwurf versäumter Fristen zurück und halte an der Bauplanung fest.

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