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Feld- und Flurnutzung am Feiertag: Antonius Tillmann führt aus

„Bleiben Sie auf den Wegen“

Kreis Höxter (WB). Christi Himmelfahrt und Feiertagswochenende stehen vor der Tür. Vatertagstouren wird es in diesem Jahr nicht wie üblich geben. Doch das schöne Wetter zieht die Menschen nach draußen. Gerade in Corona-Zeiten genießen die Bürger und Bürgerinnen die heimische Feldflur.

Mag das Fleckvieh auch neugierig schauen, es hätte auch an Feiertagen, wenn vermehrt Menschen in die Natur „ausflüglern“ , seine Ruhe. Für Wiesen und Weiden, Feld und Flur gilt: Betreten verboten. Auch Unrat und Feuer gehören nicht in die Landschaft. Foto: privat

„Wir beobachten in diesem Jahr viel mehr Spaziergänger, Jogger und Fahrradfahrer auf den Feldwegen als in anderen Jahren”, sagt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Höxter Antonius Tillmann. Im Gespräch mit den Erholung suchenden Menschen würden die Landwirte häufig gefragt, was in Feld und Flur in Ordnung sei und was nicht, so Tillmann. Auf einige Fragen zum Verhalten in der Landschaft gibt er Antworten.

Jeglicher Müll soll eingepackt werden

Wo dürfen wir uns als Fahrradfahrer und Fußgänger überall bewegen? Der Vorsitzende bittet: „Bleiben Sie auf den Wegen. Von den Wiesen wird das Gras als Futter für die Tiere gewonnen. Felder sind zu dieser Jahreszeit mit Früchten bestellt. Jeder, der darüber läuft oder fährt, schädigt die Pflanzen.“

Was ist mit einem Picknick? Was gibt es Schöneres, als mit den Kindern zu picknicken? Tillmann erläutert, dass es am Rand von Feldwegen kein Problem sei. An vielen Stellen finde man auch Bänke. „Aber bitte, nehmen Sie jeglichen Müll wieder mit”, so der Landwirtevorsitzende. Auch Reste von Nahrungsmitteln sollten auf jeden Fall wieder eingepackt werden.

Freilaufende Hunde sind eine Gefahr

Wie sieht es mit den Hunden aus? Wo dürfen sich die Vierbeiner überall bewegen? Auch hier gilt: Bitte bleiben Sie auf den Wegen! Das Frühjahr ist die Zeit, in der die Tiere in Feld und Flur ihre Jungen aufziehen. Freilaufende Hunde sind für diese Tiere eine große Gefahr. Zudem ist auch Hundekot in Wiesen und Weiden eine vielfach unterschätzte Gefahr für Rinder und Pferde. Krankheitserreger im Hundekot können beispielsweise bei Rindern zu Fehl- oder Totgeburten führen.

Wie verhalten wir uns in der Nähe von Weidetieren? Eine häufig gestellte Frage. „Bitte verhalten Sie sich ruhig. Laute Musik oder Krach kann die Tiere erschrecken und in Panik versetzen”, schildert Tillmann. Auch sollte kein Müll in der Nähe von Wiesen und Weiden liegen gelassen werden, denn der bekomme den Tieren überhaupt nicht gut. Kühe beispielsweise könnten kleinere Gegenstände leicht mitfressen. Besonders spitze Metallgegenstände und scharfe Kanten gefährden dabei die inneren Organe der Tiere. „Setzt sich ein spitzer Metallgegenstand fest, ist das für ein Tier sehr schmerzhaft und kann sogar sein Leben gefährden”, sagt der Landwirt.

Lagerfeuer ist nicht erlaubt

Wie ist es mit Lagerfeuer? Diese sind in der freien Landschaft nicht erlaubt. „Das kann sehr gefährlich werden, besonders bei der momentanen Trockenheit”, warnt Tillmann eindringlich. In diesem Jahr hätten bereits Lagerfeuer zu Waldbränden geführt. Auch, wenn kein Wald in der Nähe sei, auf die nächste Hecke oder die nächsten Büsche könne sich ein Feuer schnell ausbreiten. „Also bitte: Kein Feuer in der Landschaft!”, bekräftigt der Vorsitzende.

„Bitte fragen sie uns Bauern und Bäuerinnen, wenn sie etwas wissen möchten”, appelliert Tillmann. Die Landwirte freuen sich über jegliches Interesse an der Natur und den Ackerkulturen auf den Federn. „Scheuen Sie sich nicht, uns anzusprechen – die auf den Feldern arbeiten oder die Sie auf Feldwegen treffen.”

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