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Bedeutender Ehrengast: Frank-Walter Steinmeier folgt Einladung zum Festakt am 25. September

Bundespräsident eröffnet Corvey-Jubiläum

Höxter

Das Jubiläumsjahr „1200 Jahre Corvey“ beginnt mit einem Glanzlicht: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist Ehrengast beim Festakt am Sonntag, 25. September. Die Kirchengemeinde St. Stephanus und Vitus und das herzogliche Haus sind hocherfreut, dass das Staatsoberhaupt ihrer Einladung zum Auftakt der Feierlichkeiten gefolgt ist.

Der damalige Außenminister Frank-Walter Steinmeier bei seinem Corvey-Besuch im Mai 2015. Foto: Harald Iding

„Der Besuch des Bundespräsidenten unterstreicht die Tragweite der Bedeutung Corveys und rückt diesen geschichtsträchtigen Klosterort und Leuchtturm der Christenheit in den Fokus einer internationalen Öffentlichkeit“, bringen Pfarrdechant Dr. Hans-Bernd Krismanek, der geschäftsführende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Josef Kowalski und Viktor Herzog von Ratibor und Fürst von Corvey ihre Freude zum Ausdruck.

Der Herzog öffnet den Kaisersaal für den Festakt mit knapp 300 geladenen Gästen. Beginn ist um 16 Uhr. Zuvor hält Weihbischof Professor Dr. Dominicus Meier OSB in der ehemaligen Abteikirche gemeinsam mit Pfarrdechant Krismanek und Abbé Jean-Marc Boissard aus dem französischen Corbie einen feierlichen Wortgottesdienst. In der Stadt an der Somme liegen Corveys Wurzeln: Mönche der Benediktinerabtei Corbie begannen am 25. September 822 ihr wirkmächtiges monastisches Leben an der Weser.

Dieses Datum greifen die Kirchengemeinde und der Herzog von Ratibor für den Festakt zur Eröffnung des Jubiläumsjahres auf. Das Land NRW wird durch Ministerin Ina Scharrenbach vertreten.

Der damalige Außenminister und heutige Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (links) bei seinem Corvey-Besuch 2015 mit dem damaligen Bürgermeister Alexander Fischer (Mitte) und dem ehemaligen Bundesminister und Exekutivdirektor der UNO-Umweltprogramms Professor Klaus Töpfer. Foto: Kirchengemeinde Corvey

Für den Ehrengast aus Berlin, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, ist der Besuch ein Wiedersehen mit der ehemaligen Benediktinerabtei, die im Juni 2014 zum UNESCO-Welterbe erklärt worden ist. Im Mai 2015, damals noch Außenminister, übergab er die offizielle UNESCO-Urkunde zur Eintragung Corveys in die Welterbeliste an die beiden Eigentümer.

Zur Person: Frank-Walter Steinmeier

Wie damals die Welterbe-Anerkennung bringt jetzt das Jubiläum die ehemalige Benediktinerabtei zum Leuchten. Im Anschluss an den Festakt und die Festansprache des hochkarätigen Gastredners Professor Dr. Elmar Salmann OSB, Theologe und emeritierter Professor der Päpstlichen Universitäten Sant‘Anselmo und Gregoriana, wird der Bundespräsident das Westwerk besuchen.

Im Johanneschor, der Herzkammer der heutigen Welterbestätte, stellen der Leiter des wissenschaftlichen Kompetenzteams der Kirchengemeinde, Professor Dr. Christoph Stiegemann, und Projektleiterin Annika Pröbe die multimedialen Inszenierungen für diesen erhabenen Sakralraum vor. Mit Hilfe digitaler Technologien erleben die Besucher die Imposanz der ursprünglichen Farbigkeit und bauplastischen Ausgestaltung und mithin die Tiefgründigkeit der heilsgeschichtlichen Mission der Benediktiner in Wechselwirkung mit dem authentischen Ort.

Diese museumsdidaktische Innovation schlägt zur Saison 2023 ein neues Kapitel in der 1200-jährigen Geschichte Corveys auf. Die von Engeln bewachte Himmelsstadt erlebt eine spektakuläre virtuelle Wiederauferstehung. „Wir freuen uns sehr, dem Bundespräsidenten erste Eindrücke präsentieren zu können“, betont Professor Stiegemann.

Steinmeier ist in Brakelsiek aufgewachsen, einem Steinheimer Nachbarort.

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