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Empfang soll dem Austausch der Ehrenamtlichen in Höxter und Holzminden dienen

Dankeschön-Empfang für Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer

Höxter (WB). Zimtsterne neben afghanischen Bolani und Vanillekipferl unweit von syrischen Tabouleh: Diese kulturelle Vielfältigkeit spiegelte sich auch in den Besuchern des »Dankeschön-Empfangs« am ersten Adventssonntag in der Volkshochschule in Höxter wider.

Celine Niemann

Mit diesem Buffet bedanken sich die Flüchtlinge bei den ehrenamtlichen Helfern in Höxter. Foto:

Den Internationalen Ehrenamtstag am heutigen Dienstag haben der Verein Welcome Höxter, das bundesweite Projekt ESIF und die Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe des Landkreises Holzminden zum Anlass genommen, einen Empfang für die Ehrenamtlichen aus dem Kreis Höxter und dem Landkreis Holzminden zu veranstalten.

»Der Empfang soll vor allem dem Austausch der Ehrenamtlichen beidseits der Weser dienen. Die Geflüchteten, die so nah an der Landesgrenze wohnen, können Integrations- und Bildungsangebote von beiden Seiten der Weser nutzen. So wohnt zum Beispiel jemand in Stahle und besucht die berufsbildenden Schulen in Holzminden«, erklärte die 1. Vorsitzende von Welcome, Heike von Broock.

70 ehrenamtliche Helfer sowie Flüchtlinge erschienen zu dem interkulturellen Fest in Höxter VHS. Sie konnten sich gegenseitig kennenlernen und darüber sprechen, welche Maßnahmen und Hilfsangebote funktionieren und welche nicht. Einige Geflüchtete bereiteten ein Buffet für die Ehrenamtlichen zu, das neben weihnachtlichen Plätzchen genossen werden konnte. Darüber hinaus unterhielten ein interkultureller Chor, ein Kinderchor und die Tanzgruppe »Dream Dance« aus Stadtoldendorf die Gäste.

Unter den Ehrenamtlichen war auch der 76-jährige Josef Niegel aus Höxter. »Ich schätze diese Möglichkeit zum Austausch sehr, aber ein Dankeschön-Empfang wäre eigentlich nicht nötig gewesen. Für mich ist Flüchtlingshilfe selbstverständlich.«

»Die Ehrenamtlichen haben ein Dankeschön wirklich verdient, denn sie haben es geschafft, die Flüchtlinge willkommen zu heißen, indem sie ihre Unterstützung anboten und ihnen ein neues Zuhause geben. Außerdem zeigen sie ihren Mitmenschen täglich, dass die Vorurteile gegenüber den Geflüchteten falsch sind«, betonte Ulrich Fraune, stellvertretender Leiter der VHS Höxter-Marienmünster. Im Januar 2018 wird er sich in den Ruhestand verabschieden. Fraune initiierte vor zwei Jahren das Projekt ESIF, das es sich zum Ziel gesetzt hat, alle in der Flüchtlingsarbeit aktiven Helfer, über die Bundeslandgrenze hinaus, miteinander zu vernetzen.

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