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Rat Höxter: Schadensbilanz und Reaktion der Stadtverwaltung auf Unwetter vom 15. Oktober

Das große Saubermachen geht weiter

Höxter (WB). Auch zwei Wochen nach dem großen Unwetter laufen in Ottbergen, Bruchhausen, Godelheim und Albaxen die Reinigungs- und Aufräumarbeiten weiter. Am Dienstag, 15. Oktober, waren gegen 21.30 Uhr besonders im Nethetal Sturzfluten niedergegangen.

Michael Robrecht

Wassermassen und Schlamm haben am 15. Oktober die Menschen in Ottbergen in Atem gehalten: Extremer Starkregen verwandelte die Bahnhofstraße in einen reißenden Strom und Schlamm sammelte sich wie schon 2018 auf der B64 (Foto). Foto: Michael Robrecht

Baudezernentin Claudia Koch legte in der Ratssitzung in Höxter am Dienstag eine Bilanz über die Schäden und die Reaktionen der Stadtverwaltung vor. Sie sei mit Mitarbeitern aus Verwaltung und Bauhof in den betroffenen Dörfern vor Ort gewesen, um sich die Schäden und Verunreinigungen anzusehen. Besonders problematisch sei der hart gewordene Schlamm auf Straßen und Gehsteigen, den Kehrmaschinen mühsam beseitigen müssten. Auch Fließwege des Wasser habe man sich angesehen. Dazu sei die Drohen des Kreises im Einsatz gewesen. Es sei in den kommenden Tagen noch einiges zu tun, aber die Stadt habe das im Blick und auch mit vielen Anliegern gesprochen.

Feuerwehrleute helfen mehrere Tage

Viele Ortschaften im Kreis Höxter meldeten am 15. Oktober Land unter; ganz schlimm betroffen war Erkeln. Die Feuerwehren waren stundenlang bis zum frühen Mittwochmorgen im Stadtgebiet Höxter damit beschäftigt, Keller auszupumpen und Matsch und Schlamm von den Straßen zu entfernen. Die Feuerwehrleute mussten mehrere Tage beim Saubermachen helfen.

Baudezernentin Koch berichtete, dass man an einigen Stellen Gräben vertiefe und darüber nachdenke, was man an Schutzmaßnahmen vor derartigen Fluten noch organisieren könne. Straßen NRW habe für Ottbergen und Bruchhausen eine Kehrmaschine geschickt. Der Bauhof habe in Ottbergen die verschlammten Bereiche wie am Bahnhof gereinigt. Noch nicht in einem sauberen Zustand sei die Straße zwischen Ottbergen und Bosseborn.

Die Kanäle wurden untersucht

In Albaxen hat sich Koch über die Probleme nach den Überschwemmungen auf der alten B64 und am Hungerborn informiert. Es sei in einigen Orten auch Schlamm von Bürgersteigen und Privatgelände durch die Stadt mit abtransportiert worden. In Ovenhausen hätten Anwohner und Feuerwehr zusammen Schadensstellen sauber gemacht. Die Kanäle wurden untersucht, ob es Verstopfungen gab. »Die Zusammenarbeit besonders mit der Feuerwehr lief überall gut«, sagte Koch.

Die Verwaltung hat mit Landwirten, Anliegern und Behörden Gespräche geführt, welche überflutungsmildernde Maßnahmen noch ergriffen werden müssen, um zukünftige Schäden auszuschließen. In Ottbergen werde es Gespräche mit den Grundstückseigentümern oberhalb der Bahnlinie geben. Von dort waren schon am 1. Juni 2018 Schlammmassen ins Dorf geflossen. Neue Gräben, Flutrinnen und Erosionsschutzmaßnahmen würden zeitnah erwogen. Es werde in der Verwaltung ein Förderantrag für Flutschutzmaßnahmen erarbeitet.

Baggern, Reinigen, Gully-Reinigung, Kanalspülungen: Das alles laufe noch weiter. In der Topografie rund um Orte mit Tallage – wie Bruchhausen oder Ottbergen – müsse etwas getan werden, um Unwetter besser zu überstehen.

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