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Nirgendwo im Kreis sind gleichzeitig so viele Wahlkämpfer unterwegs – Rekorde bei Briefwahl

Die Schlacht um Höxter

Höxter (WB). Der Kommunalwahlkampf 2020 erreicht seinen Höhepunkt. Besonders sichtbar ist das in der Kreisstadt Höxter: Sechs Bürgermeisterkandidaten und reichlich Parteien und Gruppierungen auf den Wahlzetteln sorgen für großes Interesse der Bürger an den Wahlen am 13. September.

Michael Robrecht

Korrekt mit Maske: Am CDU-Stand sind neben Landratskandidat Michael Stickeln und dem von der CDU unterstützten Bürgermeisterkandidaten Daniel Razat Rats- und Kreistagsbewerber sowie Unions-Funktionsträger bei Gesprächen präsent. Foto: Michael Robrecht

Wahlkampf mit Maske

Am vergangenen Samstag hatten CDU, SPD, FDP, UWG, BfH, Grüne, AfD, Linke, Die Partei sowie die Bürgermeisterkandidaten Stände rund um den Wochenmarkt aufgebaut. „Soviel Wahlkampf war noch nie“, stellen die Wahlbürger erstaunt fest. Auffällig viele Plakate zieren Kernstadt und Dörfer. „Die Nähe zu den Wählerinnen und Wählern ist in Höxter durch den Markt am Samstag einzigartig im Kreis“, zeigte sich CDU-Landratskandidat Michael Stickeln vom Straßenwahlkampf (mit Gesichtsmaske) beeindruckt.

Wennemann an Krücken

Die Höxteraner Bürgermeisterkandidaten Daniel Razat, Daniel Hartmann, Alexander Fischer, Ralf Dohmann und Klaus Mayer waren in der Fußgängerzone bei Gesprächen präsent. Partei-Flyer, Rosen, Kugelschreiber, Kandidaten-Prospekte und Süßigkeiten mit Kandidatenporträt – der Kreativität der Merchandising-Abteilungen bei den „Wahlgeschenken“ waren keine Grenzen gesetzt. Pech hatte Bürgermeisterkandidat Falk Wennemann: Er muss eine Beinverletzung auskurieren und konnte nicht mit seinen Krücken in die Innenstadt laufen. Darum saß er auf einer Bank vor seinem Haus in der Oberen Mauerstraße – und es kamen tatsächlich einige Bürger zum Diskutieren vorbei.

Viele Briefwähler

Dieser Kommunalwahlkampf verläuft wegen Corona völlig anders als man es sonst kennt. Ein Trend ist schon jetzt auszumachen: Eine WESTFALEN-BLATT-Umfrage in den Rathäusern lässt eine Rekordbeteiligung bei den Briefwahlanträgen erahnen – und es sind noch 13 Tage. In Höxter haben von 23.914 wahlberechtigten Bürgern ab 16 Jahren bereits 4000 Briefwahl beantragt. In Nieheim waren es Montag bei 5051 Wahlberechtigten 827 Briefwahlanträge (2014 insgesamt nur 569 Anträge). In Bad Driburg hatten von 15.700 Wählern 2623 Briefwahl beantragt (2014 genau 2100). In Marienmünster sind 588 Briefwahlanträge (2014 nur 450) bei 4163 Wahlberechtigten eingegangen; in Beverungen haben von 11.178 stimmberechtigten Bürgern bereits 1562 einen Briefwahlantrag gestellt. In Steinheim gab es bisher 1560 Anträge auf Briefwahl bei 10.287 Wahlberechtigten. In Brakel wollten bisher von 13.011 Wahlberechtigten 1661 per Brief wählen.

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