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Klaus Schmitz übergibt an Bahnhofsinitiative Ottbergen Modell

Eine fesselnde Schauanlage

Ottbergen (WB). Ein Stück Heimatgeschichte lässt das Bahnhofsmodell von Klaus Schmitz (64) im Dorfentwicklungsmuseum in Ottbergen lebendig werden. Der Modellbauer aus Bellersen hat seinem Geburtsort ein Kunstwerk für Bahnfans überlassen.

Michael Robrecht

Bestaunen das Bahnhofsmodell im Dorfentwicklungsmuseum in Ottbergen im Bahnhofsgebäude: (von links) Rudolf Gocke, Werner Specht, Bernhard Scheideler, Klaus Schmitz, Dietmar Barkhausen, Dr. Arnd Mathias und Bernhard Föckel. Foto: Michael Robrecht

Modell im Maßstab 1:87

Der Bahnhof Ottbergen, Jahrzehnte als einer der bekanntesten Knotenpunkte in der Mitte Deutschlands bekannt, ist heute nur noch teilweise erhalten. Auch deshalb hat der talentierte Bundeswehrangestellte diverse Anlagen originalgetreu nachgebaut und wird das 1:87-Modell nach Erreichen des Rentenalters 2019 noch erweitern. Der gebürtige Ottberger hat das Modell der Kulturgemeinschaft als Dauerleihgabe übergeben. »Hier steckt sehr viel Arbeit drin«, sagte Dietmar Barkhausen bei der Vorstellung des Modells in der früheren Kantine im Bahnhofsgebäude in Ottbergen.

Er weist darauf hin, dass die Bahnhofsinitiative der Kulturgemeinschaft am kommenden Sonntag, 24. Juni, von 14 bis 17 Uhr der Öffentlichkeit nicht nur die Museumsräume, sondern auch das Bahnhofsmodell mit vielen Gebäuden und Dampfloks zeigen möchte. Bei Kaffee und Kuchen können das Dorfentwicklungsmuseum und der Museumsladen besichtigt werden. Das Museum bietet zudem Informationen und Ausstellungsstücke zu den Themen Eisenbahn, Kirche, Volksschule, Landwirtschaft, und seit 2017 der schön gestaltete Kindergartenraum.

Vom Hobbykeller ins Dorfmuseum

Klaus Schmitz schafft Miniaturwelten, die durch ihre Detailverliebtheit bestechen. Das Bahnbetriebswerk mit Lokdrehscheibe lässt Eisenbahnerherzen höher schlagen. Es gibt dieses Modell jetzt nicht nur im Modelbundesbahn-Museum in Brakel, sondern reduziert auch in Ottbergen. Klaus Schmitz, der sein Modell bisher im eigenen Keller in Bellersen und bei der jährlichen Holzmindener Modellbauausstellung aufbaute, möchte seinem Heimatort eine Freude machen und die Besucherzahlen im Dorfmuseum direkt an den Gleisen ankurbeln.

»Ich habe eine Vision: Am Ort des Geschehens zeigen wir alle einst zum Bahnhof gehörenden Gebäude im Kleinformat samt Kohlelager und Kartonfabrik Schmidt an der B64 gegenüber«. Im Stil der 1970er Jahre wird der bundesweit bekannte Bahnhof Ottbergen gezeigt. Modellbau, Silikonabgüsse, viel filigrane Arbeit – bevorzugt in Herbst und Winter – Klaus Schmitz hat viele hundert Arbeitsstunden in sein fulminantes Modell investiert und will es auf fünf mal 1,50 Meter erweitern. Handwerkliches Geschick und Geduld zählten zu den Grundeignungen eines Modellbauers, meint Schmitz.

Jedes Teil ist handgefertigt

Der Clou: Alle Teile des Bahnhofs sind handgefertigt und deshalb sehr wertvoll. Modellbau sei auch für junge Leute immer ein schönes Hobby, so Schmitz. »Andere schauen Fußball im Fernsehen, wieder andere surfen nur im Internet – ich mache Modellbau und bin sehr zufrieden mit so einer tollen Freizeitgestaltung«, sagte der Bastler. Der Betrachter wird minutenlang vom Wunderwerk für Modellbauer gefesselt. Er hat sogar die Schwarzfärbung des Lokschuppendaches bedacht und Grausschwarztöne eingesetzt. Das ist Spitzen-Modellbau.

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