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IT-System soll bei Symrise nach Hacker-Angriff langsam hochgefahren werden – Sicherheit hat absoluten Vorrang

Ermittlungen nicht gefährden

Holzminden

„Wesentliche Teile unseres IT-Systems sind noch nicht wieder am Netz. Die Vorsichtsmaßnahmen sind notwendig“, sagt Bernhard Kott, Unternehmenssprecher bei Symrise in Holzminden.

Jürgen Drüke

Nach Lage der Dinge wird die Produktion beim Duftstoff- und Aromenproduzenten Symrise in Holzminden mit Beginn der kommenden Woche wieder anlaufen. Foto: Symrise

Der Hacker-Angriff auf den Duftstoff- und Aromenproduzenten hat Nachwirkungen.

Am Sonntag hatten die Cyber-Experten von Symrise einen Angriff von Hackern auf ihre Computersysteme festgestellt. Wo ist das Virus und wie kann es entfernt werden? Das untersuchen Experten schrittweise. Zahlreiche Beschäftigte des Standorts Holzmindens befinden sich im Homeoffice. Einige Mitarbeiter könnten derzeit gar nicht arbeiten.

Es werde alles unternommen, den Hackern keine Hinweise zu geben, um sie letztlich auszuhebeln. „Deshalb können wir derzeit nicht alle Einzelheiten mitteilen. Wir arbeiten eng mit dem Landeskriminalamt und der Staatsanwaltschaft zusammen. Die Ermittlungen dürfen nicht gefährdet werden.“ Die Kriminellen, die Symrise erpressen wollten, sollen unbedingt ausfindig gemacht werden.

Polizei eingeschaltet

Unmittelbar nach dem Angriff hatte der weltweit operierende Konzern Polizei, Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft alarmiert und damit deutlich gemacht, dass man sich nicht erpressen lasse.

So sorgt der Hacker-Angriff auf Symrise auch weiterhin für Stillstand in großen Teilen des Betriebs. Insbesondere die Kommunikationssysteme seien betroffen. „Alle Systeme werden aktuell intensiv analysiert, um so das Hochfahren der Einheiten vorzubereiten“, berichtet Kott. Das solle voraussichtlich am Wochenende der Fall sein. „Zumindest sollten E-Mails dann wieder rausgehen“, führt Kott aus. Die Produktion solle nach Möglichkeit in der nächsten Woche wieder normal laufen.

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