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Zwei neue Unterkunftsgebäude mit je 110 Stuben in Höxters Kaserne – Bund investiert in Blocks 13,5 Millionen Euro

Erster Rohbau steht: Einzelstuben mit eigenem Sanitärbereich

Höxter (WB/rob). Auch wenn wegen der Corona-Pandemie kein Richtfest gefeiert werden kann, so hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW es sich nicht nehmen lassen, das neue Unterkunftsgebäude in der General-Weber-Kaserne in Höxter zu präsentieren. Für 13,5 Millionen Euro werden zwei große neue Kasernenblocks errichtet, in denen für 220 Soldatinnen und Soldaten Einzelzimmer mit Sanitäranlage gebaut werden.

110 einzelne Sanitär-Module in Fertigbauweise mit Toilette, Dusche und Waschbecken mit je einer Tonne Gewicht werden auf den Etagen im Neubau eingebaut: Kasernenfeldwebel Andreas Pfitzner (von links), Anja Harrer, Werner Benning und Oberstleutnant Sebastian Herrmann. Foto:

Der neue Block ohne Keller ist auf dem Gelände des abgerissen Kasernengebäudes von 1936 binnen weniger Monate vierstöckig hochgezogen worden. Die Unterkunftsgebäude, das zweite wird 2022-23 gebaut, messen 60,9 mal 15,3 Meter und haben eine Geschossfläche von 850 Quadratmetern. Anja Harre (Abteilungsleiterin Bundesbau beim BLB Bielefeld) sagte, dass die ersten Soldaten im Herbst 2021 einziehen könnten. Die Häuser in Massivbauweise seien „baulich Meilensteine“, und man liege gut im Zeitplan. Bei 70 Vergaben für den Neubau seien viele Betriebe aus der Region zum Zuge gekommen.

Projektleiter Werner Benning wies darauf hin, dass im neuen Block 110 einzelne Module in Fertigbauweise mit Toilette, Dusche und Waschbecken mit je einer Tonne Gewicht in die jeweils fertigen Geschosse gestellt worden seien. Die Fertigräume würden jetzt in die Zimmer geschoben und umbaut. Neben den Unterkunftsräumen würden die Gebäude auch über Teeküchen und Reinigungsräume verfügen.

Die Planer sagen, dass die neuen Blocks mit Fassaden im Wärmeverbundsystem eine Symbiose des vorhandenen 30er-Jahre-Baustils der Kaserne mit moderner Architektur darstelle und sich gut in das Erscheinungsbild der Weber-Kaserne einfüge. Die Digitalisierung ist in den Räumen ein großes Thema. Jeder Soldat hat in seinem 13,5 Quadratmeter großen Apartment einen Kühlschrank, einen Flachbildschirm und den Sanitärbereich. „Die klassische Gemeinschaftsunterbringung auf Acht-Mann-Stuben ist schon lange Vergangenheit“, so das BLB bei einem Pressegespräch in der Kaserne, an dem auch Kasernenkommandant Oberstleutnant Sebastian Herrmann und Kasernenfeldwebel Andreas Pfitzner teilnahmen. Unterkunftsstandards werden bundesweit umgesetzt und sollen die Standorte aufwerten.

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