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Junger afrikanischer Patient aus dem Kreis Höxter ins Krankenhaus Holzminden mit Verdacht eingeliefert

Fehlalarm - doch kein Ebola-Fieber

Höxter/Holzminden (WB). Ein 21-jähriger Afrikaner aus Mali ist am Dienstagmorgen mit Verdacht auf Ebola-Fieber im Evangelischen Krankenhaus Holzminden behandelt worden. Nach dreistündiger Ungewissheit stellte sich heraus: Fehlalarm! Dennoch sorgte der Fall für viel Aufregung und eine wilde Spekulationswelle in sozialen Medien wie Facebook.

Michael Robrecht

Das Evangelische Krankenhaus Holzminden: hier der Haupteingang zur Ambulanz, wo der Afrikaner behandelt worden ist Foto: Michael Robrecht

 Kreisgesundheitsamt und Krankenhausleitung in Holzminden sahen nach der Entwarnung nur einen vernünftigen Schritt: große Transparenz, alle Fakten in dem Fall auf den Tisch und Beruhigung der Patienten und der Bürger. Im Krankenhaus griff nach ersten Verdachtsmomenten sofort die vorgesehenen, isolierenden Schutzmaßnahmen. Amtsarzt Dr. Klaus Weber sowie Uwe Brinkmann und Michael Kos aus dem Kreisgesundheitsamt und von Seiten des Krankenhauses Holzminden Geschäftsführer Marko Ellerhoff und Ärztlicher Direktor, Dr. Ralf Königstein, informierten während einer Pressekonferenz die Öffentlichkeit gestern detailliert über den ersten Fall eines Ebola-Alarms in einem Krankenhaus in der Weserberglandregion.

Klaus Weber schilderte den Ablauf der ungewöhnlichen Einlieferung des 21-Jährigen morgens ab 5.30 Uhr – nachdem ihn der Rettungsdienst des Kreises Höxter im Flüchtlingsheim Stahle abgeholt hatte: »Der Mann wurde sofort isoliert. Ein mehrstündiger Aufnahmestopp für die Ambulanz musste ausgesprochen werden, alle laut Notfallepedemieplan zu informierenden Stellen sind eingeschaltet worden. Das Einsatzteam des Kreis-Gesundheitsamtes Holzminden und die Krankenhausmitarbeiter haben die erforderlichen Ermittlungen nach Infektionsschutzgesetz vor Ort und die im Alarmplan vorgesehene interne wie externe Information und Kommunikation aufgenommen.« Am Ende habe sich zum Glück schnell herausgestellt: »Die Symptome des in einem Asylbewerberhaus in Stahle untergebrachten Afrikaners schlossen Ebola klar aus!«

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