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Kinder besuchen das Mittelalterdorf in Fürstenberg und legen selbst Hand an

Ferienspaß in der Schmiede

Fürstenberg (WB). Glühende Metallstäbe, Hammerschläge, die durch den Wald hallen. Die Ferienkinder des Kinderferienprogramms Höxter besuchen auch dieses Jahr trotz Corona wieder die Schmiede im Mittelalterdorf Bokenrode.

Paula Klüver

Tabea (8) formt das glühende Metall zu einem Herzen. Unterstützt wird sie dabei von Sascha Dahlheime. Er arbeitet bereits seit vier Jahren als Schmied im Mittelalterdorf und weiß: „Die Kinder kommen gerne hierher.“ Foto: Paula Klüver

Blasebalg

Unter Anleitung des Schmieds Sascha Dahlheimer erhalten die 14 Teilnehmer einen Einblick in das Handwerk des Schmiedens. Die geschmiedeten Kunstwerke dürfen die Kinder mit nach Hause nehmen – für viele ein Highlight. „Ich schmiede gerne, weil ich mir die Sachen zuhause aufhängen kann. Ich sammle geschmiedete Sachen“, sagt

Tabea. Sie ist nicht die einzige Teilnehmerin, die bereits mehrmals in der Schmiede im Mittelalterdorf war. „Viele Kinder kommen immer wieder gerne her“, berichtet Sascha Schikyr, ebenfalls Mitarbeiter der Jugendbildungsstätte. Doch nicht nur Schmieden dürfen die Kinder – auch für das Bogenschießen und Basteln mit Leder können sie sich begeistern. Armbänder, Ketten und Taschen für die selbst geschmiedeten Messer stellen sie her. „Wertschätzung durch Wertschöpfung“ – so lautet das Leitthema der Jugendbildungsstätte, so Sascha Dahlheimer. Mit den eigenen Händen etwas Neues zu erschaffen, das fasziniere oft nicht nur die Kleinen, sondern auch viele Erwachsene.

Fleißig

Die Kinder packen fleißig mit an und haben auch große Freude daran. „Den Blasebalg zu ziehen macht auch Spaß“, sagt Luca. Eine wichtige Aufgabe, meint der Schmied. Die Gruppe vom Kinderferienspaß ist die erste, die seit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen wieder im Mittelalterdorf zu Gast ist. Mit ihren 14 Teilnehmern ist sie sogar größer als ehemals geplant – Absagen gab es keine. Die aktuellen Maßnahmen erlauben ein Maximum von 50 Teilnehmern für Veranstaltungen in Jugend- und Freizeiteinrichtungen. So können die Mitarbeiter des Mittelalterdorfes hoffen, das bald wieder Normalität einkehrt. Denn von den rund 4000 Kindern, die normalerweise jedes Jahr das Mittelalterdorf besuchen, ist man dieses Jahr weit entfernt. Stattdessen wurden vorübergehend Erntehelfer in der Jugendherberge untergebracht. Bald können hoffentlich auch wieder Klassenausflüge in die Jugendbildungsstätte anlaufen. Trotzdem bleiben Einschränkungen – die Nähe und Gemeinschaft zu realisieren, die die Jugendbildungsstätte verkörpern möchte, ist in diesen Zeiten schwierig. Auch wenn einige andere Veranstaltungen des Kinderferienprogramms dieses Jahr aufgrund der Pandemie ausfallen mussten, war das Schmieden in Fürstenberg ein voller Erfolg. Weitere Programmpunkte folgen auch in den nächsten Wochen, um den Kindern in den Ferien Abwechslung zu bieten.

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