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Baumaßnahme in Bödexen im Zeitplan: – Transporter bleiben Ärgernis – Arbeiten ruhen wegen Temperaturen

Für die Stützmauer ist es zu kalt

Bödexen (WB)

Kein Bagger, keine Maschinen, keine Bauarbeiter: Die Arbeiten an der Stützmauer in Bödexen ruhen seit Beginn des Jahres aufgrund der zu niedrigen Temperaturen. Laut Landesbetrieb Straßen NRW liegt die Baumaßnahme zeitlich trotzdem noch im Fahrplan. Allerdings fahren Lkw weiterhin durch die Nebenstraßen der idyllischen Ortschaft unterhalb des Köterbergs. Die Beschilderung vor, an und nach der großen Baustelle in der Dorfmitte wird mitunter missachtet oder falsch interpretiert.

Jürgen Drüke

Aktuell ruht die Baumaßnahme an der Stützmauer in Bödexen. Die Temperaturen müssen steigen, damit das Projekt pünktlich bis Ende März zum Abschluss gebracht werden kann. Der Landesbetrieb Straßen NRW investiert 600.000 Euro in die Maßnahme. Foto: Jürgen Drüke

„Nun hat es mit Straßen NRW, Bürgermeister Daniel Hartmann und dem Ordnungsamt der Stadt Höxter in der vergangenen Woche einen Termin vor Ort gegeben. Die Beschilderung ist inzwischen vom Landesbetrieb Straßen NRW verändert worden. Allerdings muss noch nachjustiert werden, denn einige Lkw-Fahrer begeben sich mit ihren übergroßen Transportern immer noch in die Nebenstraßen, obwohl die Schilder darauf hinweisen, dass nur Anliegern die Einfahrt erlaubt ist“, erklärt Markus Finger, neuer Pressesprecher der Stadt Höxter auf WB-Anfrage.

Selbst mit Beginn der Baustelle in der Ortsmitte, hier sei die Durchfahrt endgültig nicht mehr möglich, würden Lkw-Fahrer die Regeln weiter missachten und von der Hauptstraße Bödexer Tal nach rechts in die Brinkstraße abbiegen. Die Brinkstraße sei viel zu eng. Die Folge seien unter anderem Beschädigungen von Straßendecken und Vorgärten. „Dabei müssten die Fahrer erkennen, dass die engen Straßen eine Durchfahrt nicht zulassen.“ Die Baustelle an sich bereite keine Probleme.

Die Nebenstraßen, die von der Hauptstraße Bödexer Tal abzweigen, sind entsprechend beschildert worden. Foto: Jürgen Drüke

Das zeitliche Fahrplansoll bei den Bauarbeiten bestätigte der Sprecher des Landesbetriebs NRW in Paderborn, Oscar Faneca Santos, auf Anfrage dieser Zeitung: „Die Hauptarbeiten an der Stützmauer sind bereits abgeschlossen. Für die Verblendung an der Spritzbetonschale werden allerdings Temperaturen von mehr als fünf Grad benötigt. Deshalb ist der aktuelle Baustopp unumgänglich.“ Da für dieses Wochenende ein Wintereinbruch mit viel Schnee vorhergesagt worden sei und sich die Temperaturen in der kommenden Woche demnach weit unter der Null-Gradmarke bewegen würden, könnten die Arbeiten vorerst nicht aufgenommen werden. Bis zum Ende 2020 hätte sich die Maßnahme vollends im Soll befunden.

Die Beschilderung soll in Bödexen noch einmal justiert werden. Foto: Jürgen Drüke

Im Sommer 2018 sind an der Stützmauer aus den 1960er Jahren starke Schäden festgestellt worden. ­Einige Monate später ist damals die Durchfahrt für Lastwagen mit mehr als 7,5 Tonnen gesperrt worden. Zahlreiche Fahrer hielten sich allerdings nicht an das Verbot. Im Frühherbst 2020 erfolgte die Baumaßnahme. Die Ortsdurchfahrt Landesstraße 946 ist seitdem zwischen den Straßen „Im Siek“ und „Brinkstraße“ komplett gesperrt. Dabei führen die Umleitungen in beiden Fahrtrichtungen über die Bundesstraße 239 und die Bundesstraße 64 bei Höxter.

Hier geht es in die Nebenstraße „Zum Schöttelbruch“. Foto: Jürgen Drüke

„Die Stützmauer wird nach der Sanierung 40 Zentimeter breiter und 20 Zentimeter höher sein“, berichtet der Sprecher des Landesbetriebs Straßen NRW. Der Winter müsse sich verabschieden, dann könne der Plan eingehalten und der Verkehr im Frühjahr wieder durch Bödexen rollen.

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