1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Höxter
  6. >
  7. Fusion zur Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter beschlossen

  8. >

Zweckverbandsversammlung stimmt dem Zusammenschluss der Institute zu

Fusion zur Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter beschlossen

Höxter/Paderborn

Die Fusion der Sparkassen Paderborn-Detmold, Höxter und Delbrück ist besiegelt. Das hat die Zweckverbandsversammlung der Sparkasse Höxter am Mittwochabend beschlossen. Zum 1. April 2023 wollen die Sparkassen ihre Kräfte bündeln und zur Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter fusionieren.

Haben gemeinsam die Fusion der Sparkassen gestaltet (von links): Landrat Michael Stickeln (Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse Höxter), Achim Frohss (Vorstandsmitglied der Sparkasse Höxter), Werner Dürdoth (Vorsitzender der Verbandsversammlung des Sparkassenzweckverbandes Höxter), Dr. Josef Lammers (stellv. Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse Höxter), Meinolf Päsch (stellv. Verwaltungsratsvorsitzender der Stadtsparkasse Delbrück), Arnd Paas (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Paderborn-Detmold), Gereon Potthast (Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse Delbrück), Jens Härtel (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Höxter), Bürgermeister Christoph Dolle (Verwaltungsratsmitglied der Sparkasse Paderborn-Detmold), Heike Kettelgerdes (Verwaltungsratsvorsitzende der Stadtsparkasse Delbrück), Hubert Böddeker (Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Paderborn-Detmold), Bürgermeister Frank Hilker (Vorsitzender der Verbandsversammlung des Sparkassenzweckverbandes Paderborn-Detmold), Andreas Trotz (Vorstandsmitglied der Sparkasse Paderborn-Detmold). Foto: Sparkasse

Die ersten Abstimmungsgespräche zwischen der Sparkasse Paderborn-Detmold und der Sparkasse Höxter fanden bereits Ende Februar dieses Jahres statt. Recht bald bekundete auch die Stadtsparkasse Delbrück ihr Interesse an Sondierungsgesprächen, heißt es in einer Pressemitteilung. Aus den Sondierungen entstanden Fusionsverhandlungen und aus Verhandlungen Beschlüsse, die in den vergangenen Wochen in den Gremien der jeweiligen Sparkassen mehrheitlich gefasst wurden. „Die Gespräche und Abstimmungen in den vergangenen Wochen waren von großem Vertrauen geprägt“, betont Michael Dreier, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse Paderborn-Detmold und Bürgermeister der Stadt Paderborn.

„Die Rahmenbedingungen in der Kreditwirtschaft, wie zum Beispiel die Auswirkungen der Niedrigzinsphase, die steigenden regulatorischen Anforderungen, die Digitalisierung und der zunehmende Fachkräftemangel stellen die gesamte Kreditwirtschaft vor große Herausforderungen. Wir sind zu der Überzeugung gelangt, in einem größeren Haus diese Herausforderungen besser bewältigen zu können, um für die Menschen und Unternehmen im Geschäftsgebiet langfristig eine bürgernahe Sparkasse zu erhalten“, so Michael Stickeln, Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse Höxter und Landrat des Kreises.

Dies unterstreicht auch Heike Kettelgerdes, Verwaltungsratsvorsitzende der Stadtsparkasse Delbrück. „Für alle Beteiligten war von vornherein klar, dass unsere Kunden sowie die Unternehmen in der Region von einer Fusion profitieren sollen. Diese Erwartungen sind, wie sich im Rahmen unserer Untersuchungen bestätigt hat, in einem gemeinsamen Haus besser erfüllbar.“

Von der Weser bis nach Lippe

Die neue Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter werde zukünftig in der Region von der Weser über das Hochstift bis nach Lippe tätig sein. Das Geschäftsgebiet sei flächenmäßig größer als das Saarland. Mit einer Bilanzsumme von etwa 11,3 Milliarden Euro zähle sie zu den größten Sparkassen in Westfalen-Lippe, heißt es.

Durch die Größe des neuen Institutes würden sich laut Sparkasse Synergien ergeben, die eine positive Wirkung "zum Wohle" aller entfalten könnten. Eine größere und leistungsstarke Sparkasse biete unter anderem zusätzliche Möglichkeiten im gewerblichen Kreditgeschäft, in der Einführung von speziellen Beratungsangeboten und in der Reaktion auf die Herausforderungen der Digitalisierung. „Vom Ausbau digitaler Zugangswege und der Videoberatung bis hin zu Investitionen in erneuerbare Energien sowie Spezialberatung beispielsweise für Freiberufler oder im Gesundheitswesen: Wir erhöhen unsere Kompetenz im Sinne unserer Kunden“, sagt Andreas Trotz, Vorstandsmitglied der Sparkasse Paderborn-Detmold.

Mindestens eine Filiale pro Kommune

„Die Regionalität und die Nähe zu unseren Kunden zu erhalten, liegt uns am Herzen. Wir werden auch in der Zukunft mit mindestens einer Filiale in jeder Kommune unserer Region vertreten sein“, verspricht Achim Frohss, Vorstandsmitglied der Sparkasse Höxter und zukünftiges Mitglied des Vorstandes der Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter.

Mehr als 1600 Mitarbeitende würden bald für die Sparkasse tätig sein. Sie alle erhielten laut Pressemitteilung einen sicheren Arbeitsplatz. Dies hätten Vorstand und Mitarbeitervertretung im Rahmen einer Dienstvereinbarung festgehalten. „Die Beschäftigten sind mit ihrem Engagement und ihrer Fachkenntnis auch künftig der entscheidende Erfolgsfaktor der Sparkasse“, stellt Arnd Paas, zukünftiger Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter, heraus.

Die Sparkasse Paderborn-Detmold bildet das aufnehmende Institut. So verbleibt der Status der ältesten Sparkasse in Deutschland in der Region erhalten.

Bis zum Fusionstermin am 1. April 2023 gelte es, umfangreiche Vorbereitungen zu treffen. „Gemeinsam werden wir die kommenden Monate nutzen, um für unsere Kunden, für unsere Mitarbeitenden und für unsere Träger eine zukunftssichere Sparkasse zu schaffen. Wir wollen den Übergang so angenehm wir möglich gestalten. Sofern Änderungen erforderlich sind, werden wir mit unseren Kunden im engen Austausch sein und rechtzeitig informieren“, sagt Arnd Paas, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Paderborn-Detmold.

Startseite
ANZEIGE