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Welcome-Vorsitzende Heike von Broock verlässt Höxter – Dank des Bildungsausschusses

Ganz nah an den Menschen

Höxter (WB). Doppelstrukturen vermeiden, Hilfen noch besser koordinieren und Ziele für die nächsten Jahre klar formulieren: »Welcome«-Vorsitzende Heike von Broock hat – kurz bevor sie Höxter in Kürze Richtung Schwaben verlässt – im Ausschuss für Bildung, Familie und Sport Wege zur Integration von Geflüchteten in Höxter skizziert und für ihre Ideen die Unterstützung der Politik signalisiert bekommen.

Michael Robrecht

»Dieses Team ist klasse«, sagt Flüchtling Kasim Abasi. Vor dem »Welcome«-Café in der Grubestraße 28 in Höxter stehen (von links) Annette Hesse, Vorsitzende Heike von Broock und Ana Weber. Hunderte Flüchtlinge werden hier regelmäßig betreut. Foto: Michael Robrecht

Menschlichkeit und Flüchtlingshilfe haben in Höxter einen Namen und eine konkrete Adresse: das »Welcome«-Café in der Grubestraße. 25 Ehrenamtliche kümmern sich – besonders intensiv seit Beginn der Flüchtlingskrise 2015 – um die Anliegen der Asylbewerber. Wenn Vorsitzende Heike von Broock und Annette Hesse Jahresbilanz ziehen, dann sind sie stolz auf das außerordentlich umfangreiche Angebot von »Welcome«, dass sich nicht nur an die 350 Asylbewerber in den Unterkünften in Höxter und den Dörfern, sondern auch an hunderte Geduldete und Anerkannte in eigenen Wohnungen richtet.

Heike von Broock schlägt eine Zukunftswerkstatt für Höxter vor. Das Integrationszentrum beim Kreis leiste sicher gute Arbeit in Sachen Steuerung, vor Ort müsse aber eine weitere koordinierende Einrichtung aufgebaut werden, wo konkrete Ziele für die Flüchtlingsintegration formuliert und umgesetzt würden. Ganz nah an den Menschen müsse man sein, so eine Forderung. Sehr gut laufe die Zusammenarbeit mit der Diakonie Höxter, die sich in den Flüchtlingsheimen wie in der Brenkhäuser Straße oder an der Grünen Mühle um die Menschen aus allen Teilen der Welt kümmere. »Die Geflüchteten brauchen dauerhaft Begleitung, Hilfe bei Behördengängen und für Sprachkurse und Familienhilfen«, sagte von Broock, die den Vorsitz in der »Welcome«-Jahreshauptversammlung am Montag, 25. Juni, um 19 Uhr in den Räumen des Cafés Welcome nach Jahren an der Spitze abgibt.

Die Vorsitzende bat die Stadt auch, Stellen für Flüchtlingsarbeit bereit zu stellen. Beteiligungskonzepte seien gut. Die Hochschule Holzminden (Soziales) stehe als Partner für Projekte bereit. Aus der Politik kam die Anregung, dass ehrenamtliche und offizielle Kräfte stärker zusammenarbeiten. Ausschuss-Vorsitzender Günter Wittmann bedankte sich ausdrücklich bei Heike von Broock für ihr Engagement in der Flüchtlingshilfe in Höxter und sagte, dass sie Maßstäbe gesetzt habe.

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