Mindest-Kurzarbeitergeld im Gastgewerbe

Gewerkschaft fordert unbürokratische Hilfe

Warburg/Höxter

Vor den nächsten Bund-Länder-Gesprächen zur möglichen Lockdown-Verlängerung am heutigen Mittwoch macht die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) auf die dramatischen Folgen der Schließungen für die Beschäftigten des Hotel- und Gaststättengewerbes im Kreis Höxter aufmerksam – und fordert ein Mindest-Kurzarbeitergeld von monatlich 1.200 Euro.

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Armin Wiese, Geschäftsführer der NGG-Region Detmold-Paderborn, fordert ein Mindest-Kurzarbeitergeld von monatlich 1.200 Euro. Foto:

„Die Beschäftigten wissen nicht mehr, wie sie noch ihre Miete bezahlen sollen. Letzte Reserven sind längst aufgebraucht. Und es könnten noch Monate vergehen, bis Lokale und Hotels wieder öffnen“, sagt Armin Wiese, Geschäftsführer der NGG-Region Detmold-Paderborn.

„Wegen ohnehin niedriger Löhne und fehlender Trinkgelder spitzt sich die Lage der Beschäftigten auch im Kreis Höxter dramatisch zu. Ohne schnelle und unbürokratische Hilfe drohen den Menschen existenzielle Probleme“, betont Wiese.

Nach Einschätzung der Gewerkschaft haben die aktuellen Schließungen ähnlich gravierende Auswirkungen wie der Lockdown im Frühjahr vergangenen Jahres.

Damals meldeten 142 gastgewerbliche Betriebe im Kreis Höxter Kurzarbeit an – das sind 65 Prozent aller Betriebe der Branche im Kreis. Die Zahl der kurzarbeitenden Köchinnen, Kellner und Hotelangestellten stieg auf 674, so eine Auswertung der Bundesagentur für Arbeit im Auftrag der Gewerkschaft NGG.

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