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St. Johannes Baptist Kirche in Brenkhausen erstrahlt im Lichter- und Mitmachglanz

Gotteshaus weckt Vorfreude

Brenkhausen

Die Augen der kleinen Anne leuchten. Ehrfurchtsvoll schaut das achtjährige Mädchen nach oben unter die Kuppel der St. Johannes Baptist Kirche in Brenkhausen. „So bist nur Du“ steht in weißen Lettern über einer malerischen Landschaft durch die ein großer Fluss fließt.

Jürgen Drüke

Vorfreude auf Weihnachten: Jedes Kind heftet in der St. Johannes Baptist Kirche in Brenkhausen einen Stern an den Tannenbaum vor der Krippe. Foto: Jürgen Drüke

(WB). Warum ist dort so viel Wald auf dem Foto? Und warum sind die Bäume so herrlich grün?“, fragt Anne ihren Vater. „Ich glaube die Aufnahme ist ganz weit weg von uns entstanden. Das könnte in Südamerika sein“, kommt die Antwort. In der Adventszeit erstrahlte das Gotteshaus in Brenkhausen in noch hellerem Glanz. Imposante Farb- und Lichtspiele zogen die Familien an. Eltern mit ihren Kindern und Großeltern mit ihren Enkeln waren begeistert. „Die Vorfreude auf Weihnachten ist gerade in diesen schweren Zeiten größer denn je“, hat Pastor Tobias Spittmann festgestellt.

Inne halten an den einzelnen Stationen. „Nimm und lies“ ist eine sehr gut ausgeleuchtete Botschaft. Foto: Jürgen Drüke

Licht in der Nacht

„Gottes Wort ist wie ein Licht in der Nacht.“ Unter diesen Motto hatte das geistliche Zentrum Laetare in Brenkhausen die Menschen eingeladen. „Hier konnte sich jeder bewusst auf Weihnachten vorbereiten“, spricht Tobias Spittmann von einer „tollen Resonanz“. „In der besonderen Atmosphäre der Pfarrkirche haben musikalisch untermalte Farbspiele, verschieden gestaltete Orte und geistliche Impulse zur Besinnung und zum Gebet eingeladen. Die Vorbereitung auf Weihnachten ist immer etwas Besonderes“, betont Spittmann. In Zeiten der Pandemie würden Hoffnung und die Vorfreude auf den Erlöser wie Anker wirken. „Ein Kind wird uns geboren“, stellt der Geistliche heraus.

Beleuchtete Kirchenkuppel Brenkhausen. Foto: Jürgen Drüke

Die St. Johannes Baptist Kirche in Brenkhausen war an jedem Adventssonntag in der Zeit von 16 Uhr bis 19 Uhr sowie an drei Samstagen von 15 bis 20 Uhr geöffnet. Das geistliche Zentrum Laetare im Pastoralverbund Corvey war ein Anziehungspunkt. „Die Farb- und Lichtspiele sowie die Impulse sind angekommen“, weiß Spittmann, der die Ideen zu der eindrucksvollen Aktion hatte.

„Dankeschön.“ Der Nikolaus sorgte am Nikolaustag im Brenkhäuser Gotteshaus für leuchtende Kinderaugen. Foto: Jürgen Drüke

Mutmacher

Der Rundgang in der Kirche machte Mut, inspirierte und weckte die Vorfreude auf Weihnachten. Stationen waren mit kleinen Aktionen versehen. Die erste Station war ein Kreuz im Seiteneingang. „In der Zeit des ruhigen Advents habe ich die Möglichkeit, mein Leben des fast abgelaufenen Jahres in den Blick zu nehmen“, sagt der Pastor. Auf einem Zettel sollten die Besucher an der Kreuzstation alles Schöne dieses Jahres aufschreiben. Auf einem weiteren Zettel notierten sie das Belastende. Die nächste Station war die „Krippeninsel“. „Hier haben Kinder Sterne im Tannenbaum aufgehangen und sind somit Teil der Krippe geworden“, waren Taten gefragt. „Tabernakel“ („Geheimnis des Glaubens“), „Hauptschiff“ als Ort des persönlichen Gebets, die Station „Taufkapelle“ (Wasser als Quelle des Lebens), die Station des Marienaltars (hier wurde die Bibel aus- und beleuchtet) standen zudem im Blickpunkt. Am Ausgang erhielten die Kirchenbesucher an der letzten Station den Hinweis “Du bist wertvoll“. Ein Höhepunkt war der Besuch des St. Nikolaus am Nikolaustag. „Mehr als 80 Kinder waren am 6. Dezember, auf drei Stunden verteilt, in der Kirche. „Die Vorfreude auf Weihnachten ist größer denn“, wiederholt Tobias Spittmann seine Botschaft.

Die beleuchtete Kirche in Brenkhausen. Foto: Jürgen Drüke
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