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Kreis Höxter: Durch Laborwerte nachgewiesene Influenza-Fälle sind meldepflichtig

Grippewelle fast auf Vorjahresniveau

Höxter (WB/hai). Im Büro und im Freundeskreis greifen jetzt wieder viele Bürger zum Taschentuch, weil die Nase »läuft«. Im Unterschied zu einem grippalen Infekt, der als Erkältung wahrgenommen wird, gibt es noch die »echte« Grippe, die durch Influenza-Viren ausgelöst wird. Wie sieht die Situation derzeit im Kreis aus?

Der Griff zum Taschentuch ist derzeit oft zu sehen. Foto: dpa

Das WESTFALEN-BLATT fragte am Mittwoch beim zuständigen Chef des Gesundheitsamtes, Dr. Ronald Woltering, nach. Er stellt fest: »Grundsätzlich ist der Labor-Nachweis von Influenza meldepflichtig. Hatten wir im Zeitraum Januar und Februar 2018 insgesamt 42 Fälle, so liegt die Zahl mit dem heutigen Datum für die ersten beiden Monate des Jahres bei 38.« Damit hat die Grippewelle auch den Kreis Höxter erreicht und liegt schon fast auf dem Vorjahresniveau. Laut Einschätzung des Robert-Koch-Instituts als zentrale Einrichtung der Bundesregierung zählt die Influenza zu den bedeutendsten Infektionskrankheiten.

Die Untersuchung der von allen Influenza-Zentren weltweit zur Verfügung gestellten Virusstämme ermögliche dabei der WHO, die Impfstoffzusammensetzung für die nachfolgende Saison (»Schutzimpfung«) zu empfehlen. Die virologische Influenza-Überwachung erfolge im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI). Diese vereine ein »Sentinel-System« zur Erfassung akuter Atemwegserkrankungen.

Proben von Patienten mit akuten Atemwegsinfektionen würden von niedergelassenen Ärzten der AGI aus ganz Deutschland eingesandt. Auch im Kreis Höxter beteiligen sich Mediziner daran. »Es ist ein ehrenamtliches Engagement«, sagte ein Hausarzt dieser Zeitung.

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