Kammerpräsident bittet Kunden um Verständnis für Preissteigerungen und Verzögerungen wegen Materialmangels

Handwerk in OWL schlägt Alarm

Bielefeld

Die wachsende Knappheit an Roh- und Baustoffen sorgt zunehmend für Preisturbulenzen und Terminprobleme, die auch immer stärker bei den Kunden ankommen. Im Handwerk ist insbesondere das Baugewerbe betroffen. Seit einigen Wochen habe sich die Lage bei der Materialbeschaffung – insbesondere bei Holz, Stahl und Dämmstoffen – zugespitzt. Die Situation bringe die Betriebe in eine missliche Lage, sagt der Präsident der Handwerkskammer OWL, Peter Eul. Er appelliert an Kunden, in dieser Ausnahmesituation Verständnis zu haben für Konsequenzen.

Oliver Horst

Ein Bauarbeiter steuert einen Kran. Foto:

Verwerfungen gebe es sowohl hinsichtlich der Preiskalkulation als auch bei der Einhaltung von Terminen. Die teils extremen Kostensteigerungen beim Einkauf von Holz, das aktuell oft nur zu Tagespreisen angeboten werde, könnten nicht ohne Auswirkungen bleiben. „Betriebe können bei so exorbitanten Materialpreissteigerungen im Tagestakt ihre Leistungen nicht mehr verlässlich kalkulieren und ursprünglich vereinbarte Preise nicht mehr halten, die Leistungen werden völlig unverschuldet teurer“, erklärt Eul. „Ich werbe an dieser Stelle für Verständnis bei der Kundschaft unserer Betriebe, wenn wegen der unverschuldeten Kostensteigerungen entsprechende Preisanpassungen nötig sind.“

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