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Bürgerinitiative übt Kritik an Windplänen der Stadt Höxter

»Höher als der Köterberg-Turm«

Höxter (WB). Die Bürgerinitiative »Gegenwind Köterbergland« fordert, die Entscheidung über neue Vorrangzonen für Windkraftgebiete in Höxter zu verschieben. »Erst müssen die Bürger umfassend informiert werden«, sagt BI-Sprecher Ferdinand Welling.

Marius Thöne

Gegen die Pläne, Windräder auch im Wald errichten zu dürfen, regt sich in Höxter Widerstand. Foto: Harald Iding

Der Fürstenauer hat den Eindruck, dass die Pläne jetzt »durch die Gremien geprügelt werden sollen«. Der Planungsausschuss berät das Thema am kommenden Montag, 28. Oktober, und schon am darauffolgenden Tag soll der Stadtrat einen Beschluss fassen.

Sorgen bereitet Welling vor allem eine gut 200 Hektar große Konzentrationszone für Windkraftanlagen unterhalb des Köterberges. Denkbar wäre demnach, dass in einem Gelände, dass 200 Meter über Null liegt, 250 Meter hohe Anlagen errichtet werden. »Die wären dann höher als der Köterbergturm, das ist doch verheerend«, schimpft Welling. Die Planung im Süden führe dazu, dass Ottbergen und Bruchhausen von Windkraftanlagen eingekreist würden – vor allem deshalb, weil ja auf dem Twerberg bereits Anlagen stehen.

Welling ist der Abstand zu Siedlungen mit 1000 Metern »vielleicht gerade groß genug«. 300 Meter zu Höfen im Außenbereich seien aber entschieden zu wenig. »Das ist niemandem zumutbar«.

Welling plädiert dafür, keinen neue Vorrangzonenplanung zu machen. »Mit einem solchen Plan rollte man den Projektierern den roten Teppich aus«, sagt er und steht mit dieser Meinung in einem deutlichen Gegensatz zur Stadtverwaltung und deren Beratern. »In einer Ältestenratssitzung in der vergangenen Woche ist deutlich geworden, dass für den Rechtsanwalt der Stadt und auch das Planungsbüro nichts anderes in Frage kommt, als Vorranggebiete auszuweisen«, sagt Welling.

Der Fürstenauer weist darauf hin, dass die derzeit südlich der Ortschaft geplanten fünf Windenergieanlagen außerhalb der Vorranggebiete liegen. »Wenn der Kreis Höxter zu seinem Wort steht, dürfte im Falle einer schnellen Verabschiedung der Pläne, eigentlich keine Baugenehmigung erteilt werden«, so Welling.

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