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Kreis Höxter und Verein Natur und Technik präsentieren neuen Preis

Holzapfel für junge Forscher

Höxter (WB/rom). Mit dem Luise-Holzapfel-Preis wollen der Kreis Höxter und der Verein Natur und Technik Kinder und Jugendliche für die MINT-Fächer begeistern. Benannt ist der Preis nach der in Höxter geborenen Wissenschaftlerin Luise Holzapfel.

Kreisdirektor Klaus Schumacher (links), Caroline Rieger (Natur und Technik e.V.) und Prof. Dr. Martin Sagel (Mitglied im Vereinsvorstand) mit dem Luise-Holzapfel-Preis. Foto: Roman Winkelhahn

»MINT« steht für Mathematik- Informatik, Naturwissenschaften und Technik, – Fächer und Arbeitsbereiche, die auch heute noch als »Männerdomänen« gelten. Doch schon 1936 schaffte es eine in Höxter geborene Wissenschaftlerin, in der Chemie-Branche Fuß zu fassen: Luise Holzapfel, geboren im Jahr 1900 in der Stummrigestraße 51, promovierte damals als erste Frau an der heutigen Humboldt-Universität in Berlin. Laut Prof. Dr. Martin Sagel »ein sehr beeindruckender Lebensweg«. Sagel ist im Vorstand des Vereins Natur und Technik e.V., der gemeinsam mit dem Kreis Höxter den Luise-Holzapfel-Preis ins Leben gerufen hat. Damit wolle man einerseits die Begeisterung für MINT bei jungen Menschen, vor allem auch Mädchen wecken, und andererseits eine Würdigung für Luise Holzapfel schaffen: »Sie hat gezeigt, dass MINT auch eine Lebensaufgabe sein kann«, erklärt Sagel. Der Holzapfel-Preis sei eine Auslobung »vom Kreis für den Kreis«, fährt er fort, schließlich wolle man so das bereits bestehende MINT-Fundament auch außerhalb des Schulstoffs stärken.

Mit dem Wettbewerb wolle man die »gesamte Bildungsebene« erreichen und Kinder in »altbewährter Tradition« an die Wissenschaft heranführen, so Kreisdirektor Klaus Schumacher. Die Kooperation von Kreis und Verein sei ein »gelungenes Joint-Venture«, betont er. Auch Schumacher sieht in dem Preis eine zusätzliche Ehrung für die Namensgeberin: »Luise Holzapfel hat durch langen Atem, Mut und Kampfgeist gezeigt, wie man sich schon damals als Frau in der Männerwelt der Wissenschaften durchsetzen konnte.«

Das Thema des Wettbewerbs lautet »Alles Sand, oder was?« und ist an Holzapfels vorrangiges Forschungsfeld, die anorganische Chemie, genauer die Silikatforschung, angelehnt. Den fünf Altersgruppen Kita, Grundschule (Jahrgänge 3 und 4), weiterführende Schule (Jahrgänge 6 und 7), weiterführende Schule (Jahrgänge 10 bis 13) und Auszubildende/Berufsschüler werden jeweils verschiedene Fragestellungen zum Thema gegeben. Dafür wird der Verein in nächster Zeit alle Einrichtungen im Kreis Höxter kontaktieren und entsprechend informieren. Einsendeschluss für die Ergebnisse ist der 8. Februar 2019.

Eine Jury, bestehend aus Vertretern des Kreises und des Vereins sowie Fachjuroren und Pädagogen, wird die Ausarbeitungen der jungen Forscher bewerten. Auf die ersten Plätze jeder Altersgruppe warten 300 Euro Preisgeld, die zweiten Sieger 200 Euro und die dritten Plätze jeweils 100 Euro.

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