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Übergangsregelung von Oktober bis Januar

Höxter schafft die Brenntage ab

Höxter

In der Stadt Höxter sind die so genannten Brenntag bald Geschichte: „Von Januar 2023 ist ein Verbrennen von Baum-, Strauch- und Heckenschnitt im Stadtgebiet nur noch ausnahmsweise und unter besonderen, strengen Voraussetzungen zulässig“, teilt die Verwaltung mit.

Symbolbild. Foto: dpa

„Nachdem der Kreis Höxter seine seit 2003 geltende Allgemeinverfügung für die Beseitigung pflanzlicher Abfälle durch Verbrennen aufgehoben hat, wird es die bekannten Brenntage zukünftig nicht mehr geben. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz des Bundes sieht die Verwertung von pflanzlichen Abfällen vor“, so Stadtsprecher Markus Finger. Die Ordnungsbehörden der Kommunen könnten das Verbrennen von Pflanzenabfall im Einzelfall zulassen, wenn dadurch das Wohl der Allgemeinheit nicht beeinträchtigt werde, betont er weiter. Die Stadt Höxter habe hierzu das Verfahren unter Berücksichtigung der bundesrechtlich einzuhaltenden Vorgaben neu geregelt.

Das Resultat: Ab dem 1. Januar 2023 ist ein Verbrennen von Baum-, Strauch- und Heckenschnitt im Stadtgebiet Höxter nur noch ausnahmsweise und unter besonderen, strengen Voraussetzungen zulässig. „Diese liegen zum Beispiel dann vor, wenn die Verwertung der pflanzlichen Abfälle technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht zumutbar ist“, erklärt Inge Ortjohann, Abteilungsleiterin bei der Stadt Höxter. Die Beantragung der kostenpflichtigen Ausnahmegenehmigung müsse ab dem kommenden Jahr rechtzeitig vorab und schriftlich mit einer hinreichenden Begründung erfolgen.

Übergangsregelung

Bis dahin wird es jedoch vom 1. Oktober 2022 bis zum 31. Dezember 2022 eine Übergangsregelung geben. In diesem Zeitraum dürfen ausschließlich Baum-, Strauch- und Heckenabschnitt ab einer Menge von zwei Kubikmetern verbrannt werden. „Das Verbrennen ist nur außerhalb von im Zusammenhang bebauter Ortsteile auf oder direkt an der Anfallstelle erlaubt“, führt Ordnungsdezernent Stefan Fellmann aus und betont, dass das Verbrennen im Vorfeld jeweils schriftlich vorab bei der Stadt Höxter anzuzeigen ist. Weiterhin ist die Durchführung auf einmal monatlich begrenzt und darf nur am ersten oder zweiten Samstag eines Monats von 8 bis 17 Uhr erfolgen. Fahrlässige oder vorsätzliche Verstöße gegen die Regelungen stellen laut Stadt Ordnungswidrigkeiten dar, die mit empfindlichen Geldbußen geahndet werden können.

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