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900 Jahre fester Weserübergang in Höxter: Lange Zeit für Kaufleute relevanteste Querung des Hellwegs im Mittelalter 

Höxters Brücke ist die älteste zwischen Hann. Münden und Bremen

Höxter

Hätten Sie das gewusst? Der älteste feste Übergang an der gesamten Weser zwischen Hann. Münden und Bremen befand sich vor mehr als 900 Jahren in Höxter. Damals im Mittelalter war die Stadt ein wichtiger Kreuzungspunkt des Hellweges, der den Niederrhein mit dem Harzraum verband, und der Bremer Straße, die von Süddeutschland über Frankfurt die Hansestadt Bremen und die Nordsee erreichte.

Weserbrücke Höxter und alte Stadtansicht im Corveyer Museum: Hier ist die mittelalterliche siebenjochige Steinbrücke malerisch verewigt. Sie war lange einzige Brücke am Weserstrom. Foto: Michael Robrecht

 Diese beiden Fernhandelsrouten und die Weserbrücke trugen entscheidend zur wirtschaftlichen Blüte der Stadt Höxter bei. Die 1115 erstmals überlieferte Weserbrücke ist der älteste feste nachgewiesene Übergang an der gesamten Weser. Selbst Hameln und Bremen hatten damals keine festen Brücken. Bis in das 13. Jahrhundert war Höxters Position an der Oberweser konkurrenzlos. Dann entstanden auch Brücken in Corvey, Hann. Münden und Bodenwerder. Insbesondere der Corveyer Brückenbau in Richtung Solling verschärfte den Konflikt zwischen Abtei und Stadt Höxter und führte 1265 zu einem Krieg und zur Zerstörung der Stadt Corvey mit ihrer Brücke, woran der neue Archäologiepark der Landesgartenschau 2023 erinnern wird.

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