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»iHopper« zieht durch die Region und baut Brücken

Integration auf Rädern

Holzminden/Höxter (WB). Austausch, Begegnung, Gemeinschaft – für diese Schlüsselfaktoren zum Gelingen der Integration hat ein mobiles Angebot in Boffzen Fahrt aufgenommen: Der »iHopper« erobert Südniedersachsen und macht an der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen nicht Halt.

Sabine Robrecht

»HopOn – Integration auf Rädern«: Kirsten Gerberding (von links) Uwe Schünemann MdL, Landrätin Angelika Schürzeberg, Lothar Stadermann (Stadt Höxter, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters) und Robert Hartmann (Geschäftsführer »Projekt Begegnung«) sind vom »iHopper« begeistert. Foto: Sabine Robrecht

Engagierte und Projektträger in der Flüchtlings- sowie Integrationsarbeit, Vereine, Schulen und Organisationen, aber auch Migrantengruppen und Familien in der Region können den Integrations-Truck mit dem Namen »iHopper« ausleihen. Voraussetzung ist, dass das, was sie mit dem Fahrzeug planen, der Integration dient.

Diese ist, so Kirsten Gerberding, eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Deshalb hat sie unter dem Dach der von ihr und ihrem Mann Horst-Otto Gerberding in Holzminden gegründeten »Courage! Die Gerberding Stiftung« das mobile Integrationsprojekt ins Leben gerufen. »Ein Statement des früheren Bundesinnenministers Thomas de Maizière hat uns als Stiftung berührt«, betonte Kirsten Gerberding bei der Einweihung des »iHoppers«: Die Politik könne nicht jeden Bürger da abholen, wo er stehe. »Wir brauchen Aktionen und Initiativen, um die Herausforderungen der Integration in diesem Land zu lösen.« Die mobile Antwort auf diese Worte de Maizières sei der »iHopper«. Das Zauber-Fahrzeug hat von einer Küche für gemeinsame Kochevents und einer Bühne mit Sound und Licht für Musik- und Theaterprojekte bis hin zu Modulen für Spiel, Sport, Vorträge oder Lesungen ein großes Freizeit-Equipment an Bord, das Brücken baut, Neugierde weckt und den kulturellen Austausch über unterschiedliche und gemeinsame Werte fördert.

Fahrt zum Kanzleramt

Mit diesem vielseitigen Integrationsangebot »gehen wir jetzt in die Fläche«, sagt Kirsten Gerbering. Und sie kündigt an, dass eine Fahrt demnächst sogar zum Kanzleramt führt: Dort wollen die Träger der Initiative, zu denen auch das »Projekt Begegnung« aus Boffzen gehört, die Integration auf Rädern vorstellen. Und das aus gutem Grund: »Dieses Projekt ist bundesweit beispielhaft«, ordnet der CDU-Landtagsabgeordnete Uwe Schünemann die Offensive mit dem Namen »HopOn« als außerordentlich ein. Der aufsuchende Charakter mache dieses Integrationsprojekt so wertvoll. Beim Besuch im Kanzleramt in Berlin werde sich Annette Widmann-Mauz, Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, den imposanten »iHopper« sicherlich anschauen, so Schünemann. Die Bundespolitikerin hat die Schirmherrschaft für die Initiative übernommen. Finanziell unterstützt wird der »iHopper« von der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung.

Ausbau bereits als Integrationsprojekt

Das Fahrzeug mit Sattel-Auflieger und vielseitigen Ausstattungsmodulen darf mit einem Führerschein der Klasse B bewegt werden. Der Ausbau und die Ausstattung wurde bereits als Integrationsprojekt realisiert: Jugendliche der Georg-von-Langen-Schulen haben in einer AG unter Beteiligung Neuzugewanderter und mit Unterstützung der Kreishandwerkerschaft Holzminden sämtliche Arbeiten an dem Fahrzeug geplant und durchgeführt. Ausgeliehen werden kann der Truck über die Webseite www.ihopper.de.

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