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Bauarbeiter und Bundeswehrsoldaten ziehen Schülerinnen aus dem Fluss

Kanu gekentert: Zwölfjährige auf der Weser bei Höxter verletzt

Höxter

Auf der Weser ist ein Kanu in Höhe der Weserbrücke bei Höxter gekentert, in dem vier Schülerinnen saßen. Eine Zwölfjährige wurde dabei verletzt.

Die Weserbrücke bei Höxter. Hier ist das Unglück passiert. Hier ein Schiff der Flotte Weser. Foto: Michael Robrecht

Die Leichtverletzte wurde vorsorglich im Krankenhaus untersucht, die weiteren Mitfahrerinnen im Alter von zwölf und 13 Jahren blieben unverletzt. Sie waren von Bauarbeitern und zufällig anwesenden Bundeswehrsoldaten aus dem Fluss gezogen worden.

Schülergruppe in Richtung Corvey unterwegs

Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch gegen 14 Uhr. Eine Schülergruppe war mit insgesamt vier Kanus auf der Weser bei Höxter in Fahrtrichtung Corvey unterwegs. In Höhe der Weserbrücke befindet sich am in Fließrichtung Holzminden rechten Uferrand wegen der Brückensanierung eine Schwimm-Plattform mit Baugerüst. „Dadurch ist der Durchfahrtsbereich auf der Weser an dieser Stelle verengt, außerdem geht von dem Schwimmkörper durch die Wasserströmung eine starke Sogwirkung aus“, berichtet Polizeisprecher Jörg Niggemann.

Unter der Brücke ist ein Ponton befestigt (neben dem roten Boot). Die Konstruktion wird als Arbeitsplattform bei der Brückensanierung benutzt. Foto: Michael Robrecht

Fahrgastschiff kommt Kanu entgegen

Als die Schülergruppe mit den Kanus die Weserbrücke passieren wollte, kam ihnen ein größeres Fahrgastschiff entgegen. Drei der Kanus steuerten nach links in den sicheren Randbereich. Dem vierten Kanu gelang dieses Manöver aber nicht mehr rechtzeitig, so dass es in den Bereich zwischen Schiff und Schwimm-Ponton geriet.

In solchen Kanus sind viele Gruppen und Einzelfahrer auf der Weser unterwegs (Symbolbild). Foto: WB-Archiv

Kanu gerät unter Ponton

Von dem Sog wurde es schließlich unter die Plattform gezogen. Die vier Schülerinnen konnten noch rechtzeitig vom Kanu abspringen und von Bauarbeitern und Bundeswehrsoldaten, die zufällig vor Ort mit Schlauchbooten trainierten, aus dem Wasser gezogen werden. Im Corveyer Hafen ging die weitere Schülergruppe dann an Land. Eine Zwölfjährige klagte über Schmerzen und wurde ärztlich versorgt.

Die weiteren Ermittlungen zu dem Vorfall hat die zuständige Wasserschutzpolizei Nienburg übernommen.

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