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Für 32 Paragrafen haben die Grünen die Änderungen gleich vorgelegt - strittiges Thema im Kreistag - Wiedervorlage

Kreistagsgeschäftsordnung soll gegendert werden

Höxter (WB/rob). Der umstrittene Gender-Mainstream und die Folgen: Der Wortlaut der Geschäftsordnung des Kreises Höxter soll nach dem Willen der Grünen sofort gendergerecht angepasst werden.

Auch die Kreistagsgeschäftsordnung soll gegendert werden - fordern die Grünen. Foto: dpa

Schrägstrich, Sternchen, nur weibliche Formen, Gender-Stern und der Unterstrich vor der Endung –in: Es gibt verschiedene Arten, in Texten oder Satzungen auf die Belange von Männern, Frauen und Menschen unbestimmten Geschlechts Rücksicht zu nehmen. Die Grünen greifen das auf und forderten in einem Antrag in der jüngsten Kreistagssitzung, die Geschäftsordnung in einer gendergerechten Sprache zu korrigieren. Für 32 Paragrafen haben sie die Änderungen für viele Seiten gleich vorgelegt.

Mit 15:14 Stimmen hat der Kreistag, noch in bis Ende Oktober gültiger bisheriger Zusammensetzung die gendergerechten Änderungen der Geschäftsordnung des Kreises Höxter abgelehnt. Strittig war besonders die Präambel in Bezug auf den Vorschlag, statt der weiblichen und männlichen Form das generische Maskulinum anzuwenden. Das Thema wird den neuen Kreistag sicherlich weiter beschäftigen. Eine „zeitgemäße Geschäftsordnung demokratischer Gremien“ wollen die Grünen zur Abstimmung stellen.

Vorgeschlagen wurden Änderungen wie diese Beispiele: Der Landrat/die Landrätin setzt die Tagesordnung fest. Oder: Fragestunde für Einwohner und Einwohnerinnen. Oder: Das Vorsitzende Mitglied soll im gleichen Zusammenhang Zwischenfragen zulassen. Redeliste statt Rednerliste, die Redenden statt die Redner. Die völlige Genderisierung kommt nicht bei allen gut an. Stoff für weitere Debatten.

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