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Bildungsausschuss und Schulgremien in Höxter unterstützen Aus für G8

KWG vor Rückkehr zu G9

Höxter (WB). Der Bildungsausschuss der Stadt Höxter hat sich einmütig hinter die Überlegungen des König-Wilhelm-Gymnasiums gestellt, die Schulzeit bis zum Abitur von derzeit acht Jahren wieder auf neun Jahre zu verlängern.

Michael Robrecht

Im König-Wilhelm-Gymnasium in Höxter richtet man sich darauf ein, dass Schüler bald wieder neun Jahre bis zum Abitur lernen. Dieses Pennäler müssen jedoch noch G8 absolvieren. Foto: M. Robrecht

Zur Reform der Reform wird es auch deshalb kommen, weil nach dem Regierungswechsel von Rot-Grün zu Schwarz-Gelb in NRW die neue CDU-FDP-Landesregierung G9 für Gymnasien wieder einführen will. Bis jedoch bindende Erlasse aus dem Schulministerium vorliegen möchte KWG-Schulleiter Georg Wieners noch keine endgültigen Beschlüsse in der Schulkonferenz (die ist hier entscheidend) fassen lassen. Seitens der Ratsparteien und der Stadtverwaltung gab es aber jetzt schon frühzeitig Grünes Licht für G9 statt G8 am KWG, das dieses Jahr sein 150-jähriges Bestehen feiert. Gelten würde der Umstieg ab dem Schuljahr 2018/2019 für die dann startenden Fünftklässler. Alle Schüler, die zurzeit am Gymnasium lernen, legen ihr Abitur weiter nach acht Jahren ab.

KWG-Direktor Wieners berichtete, dass es in der Lehrerschaft der Schule eine klare Tendenz für die Rückkehr zu G9 gebe. In Kürze werde in einer Lehrerkonferenz erneut darüber beraten. Heute werde die Schulkonferenz tagen, wo auch über das positive Votum der Ratspolitiker und das weitere Vorgehen gesprochen werde. In der Schulpflegschaftskonferenz vergangene Woche habe es eine überwältigende Mehrheit (eine Enthaltung) für G9 gegeben. Georg Wieners verwies darauf, dass es sinnvoll sei, erst alle Rahmenbedingungen aus Düsseldorf zu kennen, bevor man in der Schulkonferenz die bindende G9-Rückkehr endgültig beschließe. Er habe inzwischen drei Versionen zum Rückkehrverfahren aus der Landeshauptstadt gehört, daher solle man die Fakten abwarten.

Stadt und KWG ist eine einvernehmlich Haltung in der G9-Frage wichtig. Die Entscheidung zur Wiedereinführung treffen vor Ort Schule und Schulträger gemeinsam. Um sich auf die mit einer potentiellen Wiedereinführung verbundenen Umstellungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen frühzeitig vorzubereiten, kam es jetzt zu einer frühzeitigen Beratung des Themas. Vom KWG war eine Gesprächsinitiative ausgegangen. Das Meinungsbild ist offensichtlich nicht kontrovers.

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