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Ukrainische Opernsängerin aus Höxter-Bosseborn verfolgt Angriff auf Heimat mit Entsetzen am Fernseher – „Wir müssen kämpfen“

Liana Bonsch zittert um ihre Familie in Kiew

Höxter-Bosseborn

Wie erleben Menschen aus der Ukraine hier im Kreis Höxter den Krieg in ihrem Heimatland? Für Liana Bonsch (63) aus Bosseborn sind schlimmste Vorahnungen wahr geworden. Ihr Sohn Wladimir ist mit Frau und zwei Enkelsöhnen am Morgen nach ersten Luftangriffen aus der Wohnung im Zentrum von Kiew geflohen.

Von Michael Robrecht

Helmut und Liana Bonsch verfolgen seit dem frühen Donnerstagmorgen Foto: Michael Robrecht

„Ich habe seit 6 Uhr den Fernseher laufen und telefoniere jede Stunde mit den Kindern. Die machen gerade Schlimmstes durch“, berichtet die seit dem Jahr 2000 mit ihrem Mann Helmut (85) in Bosseborn lebende Opernsängerin. Gegen Mittag kommt der Anruf, dass der Sohn, Manager einer Tankstellenkette, mit seiner Familie nach stundenlanger Irrfahrt und Endlosstaus den Stadtrand von Kiew erreicht hat. Beim Besuch des WESTFALEN-BLATTES im Haus der Familie Bonsch schildert der 43-Jährige live aus Kiew, was Putins Krieg für die Menschen bedeutet: Alle seien durch Sirenenalarm aus dem Schlaf gerissen worden. Flugzeuge attackierten erste Ziele wie den Flughafen, wo es brenne, und überall sei viel Militär unterwegs, beschreibt er seiner Mutter die Lage.

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