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Aussendungsandacht auch in Corona-Zeiten: Pfadfinder verteilen Flamme in schön illuminierter Nikolai-Kirche in Höxter

Licht aus Bethlehem erreicht den Kreis Höxter

Höxter (WB/rob)

Unter dem Motto „Frieden überwindet Grenzen“ setzt die Aktion Friedenslicht aus Betlehem ein leuchtendes Zeichen der Verbundenheit: am 4. Adventssonntag auch in Höxter in der St.-Nikolai-Kirche. Wie an anderen Orten im Kreis war die Übergabe in eine kurze Andacht eingebettet – mit allen Corona-Hygienemaßnahmen.

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Das Friedenslicht von Bethlehem, das an Christi Geburtsort im Heiligen Land jedes Jahr entzündet wird, hat am 4. Advent auch den Kreis Höxter erreicht. Die Pfadfinder haben die Flamme an die Gläubigen in einer kurzen Andacht in der sehr schön beleuchteten St.-Nikolai-Kirche in Höxter v Foto: Michael Robrecht

Im Kreis Höxter wird das Originallicht von Bethlehem schon seit vielen Jahren an die Menschen weiter gereicht. Viele lassen es über Tage in ihren Häusern brennen. Die Höxteraner Pfadfinderschaft St. Georg war wieder Initiator der Aktion. Dominik Grothe trug in der Kirche zusammen mit Vikar Jonas Klur einige Gedanken zum Licht 2020 vor. Die Friedenslichtaktion 2020 stehe unter dem Motto: „Frieden überwindet Grenzen“. Überall erlebe man Grenzen: zwischen Ländern, zwischen Menschen, zwischen Religionen und zwischen Ideologien. Dafür brauche es Mut, Stärke, Zielstrebigkeit, die Bereitschaft offen auf Andere zuzugehen, den eigenen Standpunkt zurückzustellen und Kompromisse zu schließen.

Die Pfadfinder verteilen das Friedenslicht. Foto: Michael Robrecht

Am Samstag vor dem dritten Advent nahm eine deutsche Delegation das Friedenslicht bereits an der deutsch-österreichischen Grenze entgegen und brachte die kleine Flamme zum 27. Mal nach Deutschland. Nachdem das Friedenslicht von der neunjährige Maria Khoury aus Bethlehem in der Geburtsgrotte Jesu entzündet wurde, wurde es nach einer internationalen Aussendungsfeier in Salzburg am 12. Dezember 2020 dann in Mitteleuropa weitergereicht. Aufgrund der Corona-Pandemie fand diese Aussendung ohne die Anwesenheit der internationalen Delegationen statt. Interessierte bekamen dafür erstmals aber die Möglichkeit, virtuell dabei zu sein.

Mit Autos über ausgewählte Verteilpunkte als Staffellauf wurde das Licht „an alle Menschen guten Willens“ in Deutschland verteilt. Das Licht in Höxter kam zum Beispiel direkt aus Dortmund. Das Friedenslicht soll – nach dem Motto „Frieden überwindet Grenzen“, das eigentlich mit Bezug auf das 30j-jährige Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung gewählt worden ist – nicht nur Ländergrenzen, sondern auch die durch die Corona-Pandemie notwendig gewordenen Abstände als Symbol der Nähe und Gemeinschaft überwinden. Gerade in Zeiten wie diesen, ist das Friedenslicht als Zeichen der Verbundenheit vielen Menschen besonders wichtig. Um eine möglichst kontaktlose Verteilung des Friedenslichts zu gewährleisten, sollte auf ganz große Zusammenkünfte und Aussendungsfeiern mit vollen Kirchen verzichtet werden. Das gelang. Auch die Verteilung an die Bundesministerien- und institutionen in Berlin erfolgte anders als sonst – eben digital. Als Social-Media-Aktion sollte das Friedenslicht zudem auf allen möglichen Wegen in die Häuser kommen. Durch ein Video mit einer brennenden Friedenslicht-Kerze, das auf den Kanälen der Pfadfindernverbände verbreitet wird, sollte ferner im Netz kleine Kerzen brennen und weitergegeben werden. An alles hatten die Organisatoren gedacht.

Informationen zur Aktion gibt es unter www.friedenslicht.de und bei Facebook (www.facebook.com/friedenslicht.aus.betlehem) .

Friedenslicht an der Krippe in St. Nikolai. Foto: Michael Robrecht
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