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Streuobstwiesen stärker in den Fokus rücken

Marktplatz für „Heimatäpfel“

Kreis Höxter (WB). Um Streuobstwiesen für die Zukunft zu erhalten und durch eine rentable Bewirtschaftung nachhaltig aufzuwerten, hat die Regionalmarke Kulturland Kreis Höxter mit verschiedenen Partnern aus dem Kreis Höxter ein außergewöhnliches Projekt gestartet.

Heimische Streuobstwiesen bieten eine große Vielfalt an Sorten. Mit Hilfe einer Konzeptstudie sollen diese weiter in den Fokus gerückt werden. Eine Beteiligungsplattform www.heimatapfel-hx.de im Internet soll dazu beitragen. Foto: Christiane Sasse

Unter dem Titel „Heimatapfel“ ist nun eine vom Leader-Programm geförderte Konzeptstudie an den Start gegangen, die Streuobstwiesen stärker in den Fokus rückt sowie für die Zukunft passgenaue und ganzheitliche Strategien entwickeln will, überschüssiges Streuobst nachhaltig in die Wirtschaftskreisläufe hineinzubringen.

Profis helfen

Mit professioneller Unterstützung der Agentur „Neulandplus“ und gemeinsam mit der Stadt Steinheim und der Stiftung für Natur, Heimat und Kultur im Steinheimer Becken hat das Projekt seine ersten Schritte getan und eine anschauliche Beteiligungsplattform unter www.heimatapfel-hx.de online gestellt.

Gefragt sind in nächster Zeit kreative Ideen, Vorschläge, Erfahrungen und persönliche Einschätzungen von allen, denen der Erhalt der Streuobstwiesen am Herzen liegt: Dazu gehören Streuobstwiesen-Bewirtschafter, Landwirte, Heimatvereine, Naturschützer, Flächeneigentümer und einfach Liebhaber und profunde Kenner der Obstwiesen, die sich mit Pflege und Obstzüchtungen beschäftigen.

„Wir haben dieses Portal bewusst offengehalten, denn es lebt von der Beteiligung und der Vielzahl der Interessen und Ideen“, regt Heiko Böddeker an, sich auf der Plattform registrieren zu lassen. Der Regionalmarketingfachmann der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter mbH weiß genau, dass der langfristige Erhalt der Streuobstwiesen nicht nur der heimischen Flora und Fauna zugutekommt, sondern auch den Verbrauchern, die regionale und unverpackte Produkte aus der Nachbarschaft schätzen.

Perspektiven geben

Wenn die Ergebnisse gebündelt, diskutiert und vorgestellt werden, geht es im Projekt vor allem darum, kluge und wirtschaftlich rentable Nutzungsmöglichkeiten des Streuobstes in einer weiten Spannbreite aufzuzeigen. Ziel des Projektes ist es, Landwirten und Streuobstbesitzern sinnvolle Perspektiven zu geben, Obstwiesen zu pflegen und zu erhalten. Im Mittelpunkt der weiteren Obstverarbeitung stehen Keltereien, Mostereien, Erzeuger, Direktvermarkter, Hofläden, Gastronomie und Brunnenbetriebe, alle, die sich Regionalität und hochwertige Qualitätsprodukte auf ihre Fahnen geschrieben haben.

Bei der Vermarktung soll es aber nicht nur um reinen Apfelsaft gehen, sondern die Initiatoren wollen auf jeden Fall eine breite Produktpalette in Sachen Streuobst aufstellen.

Schorle im Herbst

Bereits im Herbst könnte dann, nach Vorstellung von Heiko Böddeker gemeinsam mit den Graf-von-Metternich-Quellen eine Apfelschorle auf den Markt kommen. „Gerade zur Erntezeit im Herbst wollen wir richtig aktiv werden“, kündigt Heiko Böddeker an. Der handwerklichen Kreativität seien da keine Grenzen gesetzt: Ob Apfelchips, Fruchtaufstriche, Apfelmus oder Apfelessig, regionale Erzeugnisse aus dem Kulturland Kreis Höxter können ins rechte Licht gesetzt werden. Große Bühnen stehen dafür schon bereit: im Januar des kommenden Jahres bei der „Grünen Woche“ in Berlin, spätestens während der Landesgartenschau in Höxter 2023 hat die neue „Heimatapfel-Kollektion“ ihren Auftritt.

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