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Höxteranerin hat es auf Platz 3 der sächsischen Landesliste der Grünen geschafft – Abitur 2016 am KWG

Merle Spellerberg will in den Bundestag

Höxter

Bei der Wahlversammlung von Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen ist über die Landesliste für die Wahl zum 20. Deutschen Bundestag entschieden worden: Ein Trio führt die Politikerliste an: Dr. Paula Piechotta, Bernhard Herrmann und Merle Spellerberg sind auf die ersten drei Plätze gewählt worden.

wn

Merle Spellerberg aus Höxter ist Bundestagskandidatin der Grünen in Sachsen und hat gute Chance auf den Einzug in den Bundestag.

Die Höxteranerin Merle Spellerberg hat mit Blick auf den Schwung durch die jüngsten Umfragen mit 24 bis 28 Prozent bundesweit für die Grünen gute Chancen als junge Politikerin (Jahrgang 1996) über die Liste ins Parlament einzuziehen.

Sie legte im Jahr 2016 ihr Abitur am König-Wilhelm-Gymnasium Höxter ab, war dann 2016 zu einem Freiwilligen Jahr in Jerusalem und studiert zurzeit an der TU in Dresden. Ihre Eltern leben in Höxter. Seit einigen Jahren ist Merle Spellerberg bei den Grünen in Dresden engagiert und stieg dort schnell zur Landessprecherin der Grünen Jugend auf.

Merle Spellerberg (Kreisverband Dresden, Grüne Jugend) steht nun fest auf Platz 3 der Landesliste. „Wir müssen weg von einem Kapitalismus, der sich mehr um Profite als um Menschen schert, hin zu einem Wirtschaftssystem, das sich an sozialer und globaler Gerechtigkeit, an planetaren Grenzen und dem 1,5 Grad Ziel orientiert“, erklärte Merle Spellerberg. Feminismus und Menschenrechte nannte die Höxteranerin als weitere ihrer Themen im Bundestagswahlkampf mit der ersten Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Im Wettbewerb gegen eine Gegenkandidatin erhielt Spellerberg bei der Abstimmung der Grünen vor einigen Tagen im ersten Wahlgang 50,89 Prozent.

Ihr politisches Credo? „Dass unsere Demokratie kein Selbstläufer ist. Wir alle müssen uns dafür einsetzen, dass unsere Freiheiten und demokratischen Errungenschaften bestehen bleiben und ausgeweitet werden. Denn auch unser demokratisches System diskriminiert Menschen und ist noch lange nicht perfekt.“ Ebenso prägend ist ihre Erkenntnis, dass junge Frauen in der Politik immer noch viel zu häufig nicht ernst genommen werden und dass rechtlich gesicherte Gleichstellung noch lange keine Realität ist. „Auch um das zu ändern möchte ich in den Bundestag!“

Gerade in ihren Themenfeldern der Wirtschafts- und Außenpolitik sei der Bundestag noch immer eine Männerdomäne. „Ich möchte als junge Frau für diese Themen streiten und so auch den männlich geprägten Diskurs beeinflussen. Ich möchte die Stimme von jungen Menschen in den Bundestag und unsere Fraktion bringen und so meinen Teil für bessere Politik in Berlin, beitragen. Ebenso will ich einen stabilen Antifaschismus ins Parlament tragen und Kämpferinnen für die liberale Demokratie den Rücken stärken“, schrieb sie auf der Homepage der sächsischen Grünen.

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