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Familiendrama in Höxter-Lüchtringen: Prozess wegen Totschlags – Täter sitzt in Psychiatrie in Eickelborn

Mutter erschlagen: keine Mordanklage

Höxter-Lüchtringen

Gegen einen 41-jährigen Mann aus Lüchtringen wird Anklage erhoben, weil er seine 73-jährige Mutter im Juni in Höxter-Lüchtringen im Wohnhaus der Familie getötet hatte.

Von Michael Robrecht

Symbolbild. Foto: Christoph Soeder/dpa

Die Paderborner Staatsanwaltschaft geht jetzt von Totschlag aus, nicht mehr von Mord. Mord-Merkmale wie niedere Beweggründe und Heimtücke gebe es wohl nicht. Der 41-Jährige hatte die Mutter mit Hammerschlägen auf den Kopf und einen Stich mit einer Forke umgebracht. Der mutmaßliche Täter sitzt in der Forensik in Lippstadt-Eickelborn ein. Wann der Prozess vor dem Landgericht Paderborn angesetzt wird, das ist noch offen.

Polizeibeamte fanden Anfang Juni dieses Jahres die leblose Frau in dem am Ortsrand gelegenen Wohnhaus am Lüchtringer Drosselweg. »Dabei handelte es sich um die 73-jährige Bewohnerin«, erklärte der Paderborner Oberstaatsanwalt Ralf Meyer. Sie lebte dort alleine mit ihrem 41 Jahre alten Sohn. Dieser ließ sich widerstandslos festnehmen. Er habe die Tat gestanden. Mit einem Hammer und einer Mistgabel hatte er die Mutter brutal getötet, kam heraus. Erst eine ganze Zeit nach der Tat offenbarte sich der Mann.

»Ich habe meine Mutter umgebracht«, soll er nach Informationen dieser Zeitung vom Balkon aus einer Nachbarin zugerufen haben. Die Nachbarin (70) hatte dann die Polizei verständigt.

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