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Zwei Verletzte in Höxter-Bödexen – zwei Geländewagen und Trecker sind Schrott

Nach dem Großfeuer: 300 Strohballen brennen den ganzen Tag

Höxter-Bödexen (WB). Die Nachlöscharbeiten nach dem Feuer in Bödexen haben sich am Donnerstag endlos hingezogen. Drei Dutzend Feuerwehrleute halfen dabei, die 300 glimmenden und brennenden Strohballen abzulöschen und auseinander zu ziehen.

Michael Robrecht

Wie nach einem Bombenangriff sieht es auf dem Hof- und Scheunengelände am Wittelweg bei Bödexen aus. Fahrzeuge und Ställe des Hofes Schoppmeier sind komplett zerstört. Foto: Michael Robrecht

Bei dem Großbrand waren in der Nacht zum Donnerstag Scheunen und Stallgebäude des Hofes Schoppmeier in Bödexen völlig zerstört worden. 750.000 Euro Sachschaden waren entstanden. Zur möglichen Brandursache äußerte sich die Polizei zunächst nicht. Die beiden verletzten Personen (eine Feuerwehrfrau und eine weitere junge Frau) blieben am Donnerstag zur Beobachtung im Krankenhaus. Ihnen geht es besser.

120 Einsatzkräfte vor Ort

Die Feuerwehren von Bödexen, Fürstenau, Brenkhausen, Albaxen, Bosseborn, Lüchtringen, Lütmarsen und Höxter versuchten mit 120 Einsatzkräften seit Mitternacht, die meterhoch lodernden Flammen zu löschen.

Der Aussiedlerhof – ein Ensemble aus Stallungen, Scheunen, Lagerdimmen und Werkstätten unterhalb des Köterberges – wurde fast vollständig zerstört. Für Höxters Wehrführer Jürgen Schmits und seine Kameraden in den Löschfahrzeugen war die enge Zuwegung sowie das Wasserproblem auf dem Berg kein Routinelöscheinsatz. Stroh und Heu sowie Holzwände brannten unvermindert auch am Donnerstag weiter - eine Herausforderung. 30 Einsatzkräfte beseitigten Glutnester. Ein THW-Bagger zog das frische Stroh auseinander. Die Wehren bekamen das Problem letztlich gut in den Griff. Das DRK Bad Driburg sorgte für Getränke bei dem schweißtreibenden Einsatz.

Familie schläft, doch Nachbar wird auf Feuer aufmerksam

Der Bödexer Landwirt Ralf Schoppmeier und seine Familie schliefen schon, als ein Nachbar das Feuer um 23.26 Uhr meldete. Er hatte es knallen gehört. »Wir sind alle geschockt, was mit unseren Scheunen und Ställen passiert ist«, sagte der Landwirt.

80 Kälber aus den Stallungen hatte der Landwirt erst am Montag an einen Händler verkauft. Die für den Freitag angekündigten 60 neuen Tiere wurden sofort bei einem anderen Bauern untergebracht. Nicht auszudenken, so viele Tiere wären in den Ställen gewesen. Weitere Rinder wurden durch den Nachbarn, der das Feuer auch entdeckt hatte, aus den Ställen auf die Wiesen gelassen. Einige Masthähnchen konnten gerettet werden.

Zwei Mercedes-Geländewagen, ein Radlader, Gabelstapler, eine Werkstatt, Futterförderbänder, Lager und das frische Stroh seien Opfer der Flammen geworden, berichtete der Bödexer Landwirt über die konkreten Schäden entsetzt.

Eine Brandwache der Feuerwehr war bei Redaktionsschluss noch vor Ort am Gehöft. Das 1995 errichtete Gehöft ist eine Ruinenlandschaft.

Mehr lesen Sie am Freitag, 1. September, im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Höxter.

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