1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Höxter
  6. >
  7. Neue Fluchtwelle rollt: Stadt Höxter plant die Aufnahme weiterer Flüchtlinge

  8. >

Menschen aus Kriegsgebieten in Ukraine, geflohene russische Reservisten und Menschen von Balkanroute könnten kommen

Neue Fluchtwelle rollt: Stadt Höxter plant die Aufnahme weiterer Flüchtlinge

Höxter

Seit Beginn des Jahres haben mehr als 70.000 Migranten versucht über die sogenannte Balkanroute nach Westeuropa zu gelangen. Nach Angaben der europäischen Grenzschutzagentur Frontex sind das drei Mal so viele Migranten wie im gleichen Zeitraum 2021. Aktuell sollen 10.000 Menschen gleichzeitig nach Mitteleuropa auf der Route strömen. Auch die Zahl der Ukraine-Flüchtlinge ist unvermindert wegen des Krieges sehr hoch. Und dann kündigt sich eine weitere Welle von Flüchtlingen aus Russland an: Junge Männer, die wegen der Teilmobilmachung durch Präsident Putin in Massen das Land Richtung Westen verlassen – und auch nach Deutschland und möglicherweise auch in den Kreis Höxter kommen könnten. Der Rat Höxter beschäftigt sich in seiner Sitzung am Donnerstag, 29. September,  im Historischen Rathaus um 18 Uhr mit der aktuellen Lage. Die Stadtverwaltung Höxter gibt einen Bericht über die Zahl der Geflüchteten in der Kreisstadt und über die belegten Unterkünfte ab.

Was wird aus der alten Schule in Stahle? Hier sind zurzeit 43 Geflüchtete (darunter 13 afghanische Ortskräfte) untergebracht. Der Schulkomplex soll eigentlich 2023 abgerissen werden. Die Stadtverwaltung hält das aber mit Blick auf die neue Flüchtlingswelle nicht mehr für eine gute Idee.  Foto: Michael Robrecht

Seit Wochen sucht die Stadtverwaltung weiteren Wohnraum in Höxter und stößt auf dem privaten Wohnungsmarkt an ihre Grenzen. Es kommen kaum noch Angebote herein. Nach Ausbruch des Ukrainekrieges und den behördlichen und medialen Informationen ist von der Verwaltung entschieden worden, die auslaufende Belegung der ehemaligen großen Schule in Stahle mit Geflüchteten kurzfristig wieder aufzunehmen.
Bürgermeister Daniel Hartmann dazu: „Die Ausschreibung für den Abriss der Schule ist in Vorbereitung. Die in dem Gebäude stationierte Rettungswache des Landkreises Holzminden verlässt zum Jahresende das Gebäude. Die Unterbringung von Geflüchteten wird auf Basis der vom Rat genehmigten Konzeption für die Unterbringung und Betreuung von Asylsuchenden und Flüchtlingen von 2018  vorgenommen.“

Jetzt Angebot wählen und direkt weiterlesen!

ANZEIGE