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Höxters Märchensonntag lockt in die Innenstadt

Nicht nur im Märchen regnet es Bonbons

Höxter (WB). Märchen begeistern nicht nur Kinder. Auch Erwachsene lassen sich gerne mitnehmen ins Reich der Fantasie. Dem entsprechend geriet der Märchensonntag in Höxters Innenstadt auch bei seiner 25. Auflage wieder zu einem Vergnügen für die ganze Familie. Tausende Besucher trotzten dem Regen und erlebten Höxters gute Stube als Märchenwelt.

Sabine Robrecht

Sie sind strahlende Botschafter der Hänsel-und-Gretel-Stadt Höxter: Kathrin Polzin hat sich vortrefflich als Hexe verkleidet und zieht mit Hänsel alias Henri und Gretel alias Linea beim Märchensonntag fröhlich durch die Innenstadt. Foto: Sabine Robrecht

Wer Kathrin Polzin beim Märchentag trifft, erkennt sie nicht. Die Höxteranerin sieht dann nämlich bis zur Unkenntlichkeit anders aus. Als Hexe ist sie unterwegs – aus dem Märchen »Hänsel und Gretel«. Die beiden Kinder hat sie beim Fest in der Innenstadt an ihrer Seite.

Gefährlich wie im Märchen wird sie ihnen natürlich nicht. Ganz im Gegenteil. Denn Höxters Märchentags-Hexe liebt Kinder. Mit Hänsel alias Henri und Gretel alias Linea (beide 5) bildet sie ein vergnügtes Trio. Als Botschafter für die Märchenstadt Höxter ziehen die drei durch die City. Für die Kinder hat die Hexe Lollis dabei. Die nehmen die Kleinen natürlich gern – einige fragen dann auch, ob sie die markante Nase der Hexe einmal anfassen dürfen. Die hat Kathrin Polzin wie jedes Jahr selbst modelliert. Und auch der Rest des Gesichts ist ihr maskenbildnerisch fabelhaft gelungen. Kein Wunder also, dass sich Kinder und auch Erwachsene gern mit der Märchengestalt fotografieren lassen.

In bester Gesellschaft mit weiteren illustren Märchenfiguren

Seit vielen Jahren schon schlüpft Kathrin Polzin beim Märchentag und beim Saisonauftakt der »Flotte Weser« in die Rolle der Hexe. Sie möchte Kindern eine Freude machen und mag außerdem gerne Märchen. »Mein Lieblingsmärchen ist Schneewittchen«, verrät Kathrin Polzin dem WB. »Hänsel und Gretel« gehört aber natürlich auch zu ihren liebsten Geschichten. Aus einer großen Sammlung der Brüder Grimm, aber auch aus Hans Christian Andersens Märchen hat die Höxteranerin ihrem elfjährigen Sohn Simon immer gern vorgelesen.

Beim Märchentag war Kathrin Polzin alias die Hexe in bester Gesellschaft mit weiteren illustren Märchenfiguren. Selbstverständlich war auch Frau Holle wieder dabei. Sie gehört zum Inventar. Marianne Fien schlüpft seit mindestens 15 Jahren immer wieder gern in diese Rolle. Denn sie liebt es, in die strahlenden Kinderaugen zu schauen, wenn sie aus einem Fenster der Dechanei zum fulminanten Finale des Tages Bonbons auf die Besucher herabregnen lässt. Zuvor fallen Federn, Gold und Pech herunter. Sie gehören zum Märchen »Frau Holle« dazu, dessen Aufführung alljährlich vom »süßen« Regen gekrönt wird.

Regen verdirbt Besuchern nicht die Laune

Geregnet hat es aber auch tatsächlich. Das tat der Stimmung keinen Abbruch. Wer auf Märchenspuren wandelt, hat so viel Fantasie, dass er sich den Regen einfach wegdenkt. In diesem Sinne ließen sich die Besucher die Laune nicht verderben. Dafür war auch viel zu viel los. Castellos Puppentheater, Mitmach-Konzerte mit dem Liedermacher Heiner Rusche, ein Seifenbläser, der Kiepenkasper und die Theater-AG des Petriganztags verzauberten Jung und Alt. Ein besonderes Erlebnis war es, der Märchenerzählerin Eva Greipel-Werbeck zu lauschen. Sie brachte die Geschichten so fesselnd zur Entfaltung, dass sich die Zuhörer als Teil des Geschehens empfanden – und den Bremer Stadtmusikanten lautstark ihre Stimmen liehen.

Ein Erlebnis war auch der Einkauf im Facheinzelhandel, der zum Märchentag seine Türen geöffnet hatte.

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