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Studenten aus Höxter und Detmold entwickeln Entwürfe für den Auftritt der Hochschule bei der Landesgartenschau

Pavillon soll aus Pilz-Ziegeln gebaut werden

Höxter

Der Pavillon der Technischen Hochschule OWL auf der Landesgartenschau aus Höxter könnte aus Ziegeln aus Pilzen errichtet werden. Die Studenten Leandra Simon, Inga Wißling, Andres Buitrago und Ardalan Mirhadinejadfard haben bei einem hochschulinternen Wettbewerb mit ihrer Idee den ersten Platz belegt.

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Der erste Platz: Der Pavillon-Entwurf von Leandra Simon, Inga Wißling, Andres Buitrago und Ardalan Mirhadinejadfard aus sogenannten Mushroom-Bricks (Ziegel aus Pilzmycel). Foto: TH OWL

Ob der Entwurf umgesetzt wird, ist noch nicht klar. „Dieser Baustoff ist gerade ein großes Forschungsfeld“, berichtet Professor Hans-Peter Rohler vom Standort in Höxter. Die Studenten müssten jetzt weiter daran arbeiten, den Baustoff zu erzeugen.

Das so genannte Pilzmycel, aus dem die Steine für den Pavillon hergestellt werden, wachse auf Holzresten, wie Rohler erläutert. Es wachse in einer vorgegebenen Form. Durch Erhitzung werde der Wachstumsvorgang abgebrochen. „Es entsteht dabei ein Baustoff, der druck- und biegefest ist“, erläutert Rohler. Solch ein Stein brauche längere Zeit, um zu wachsen. Zudem könnten nicht beliebig große Bauteile hergestellt, auch an Fragen der Verbindung werde noch geforscht.

Der Pavillon überzeuge mit einer organisch anmutenden Form und einer innovativen Materialität, die beeindruckt und außergewöhnlich sei, heißt es in einer Pressemitteilung der Hochschule. Die Gratwanderung zwischen Form und innovativer Materialität transportiere die Philosophie der Hochschule und passe in das moderne Konzept der Landesgartenschau Höxter. Aufgrund der Neuartigkeit und Innovationskraft der Materialität, der Nachhaltigkeit des Ausgangsprodukts, der Positionierung des Pavillons im gegebenen Raum und den richtig gesetzten Ansätzen einer raumgebenden Landschaftsarchitektur vergibt die Jury für diesen Beitrag den ersten Preis, dotiert mit 500 Euro

Die Hochschule hat neben den Gewinnern auch noch zwei weitere Preise ausgelobt, an denen auch noch weiter gearbeitet wird. Bei ihnen ist der hauptsächliche Baustoff Holz. Auch einer dieser Entwürfe könnte am Ende für die Gartenschau umgesetzt werden.

Stehen soll der Hochschulpavillon am Höxteraner Wall in der Nähe der Corbiestraße.

Im Sommersemester 2021 haben Studierende der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur sowie Landschaftsarchitektur und Umweltplanung im Masterstudiengang Integrated Design und im Studiengang Landschaftsarchitektur an der Hochschule in Höxter in sieben Teams den interdisziplinären Wettbewerb durchgeführt.

Ziel der von den Professoren Hans Sachs, Alexander Filies, Stefan Bochnig und Hans-Peter Rohler betreuten Lehrveranstaltungen war es, einen Pavillon zu entwerfen und diesen in ein attraktives, dem räumlichen und funktionalen Kontext der Landesgartenschau in Höxter angemessenes Umfeld einzubinden.

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