1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Höxter
  6. >
  7. Rat Höxter segnet mit großer Mehrheit Sparkassenfusion ab

  8. >

Bankenehe mit Paderborn-Detmold-Delbrück:   Gegenargumente der Grünen

Rat Höxter segnet mit großer Mehrheit Sparkassenfusion ab

Höxter

Auch der Rat Höxter hat am Donnerstagabend mit großer Mehrheit der Fusion der Sparkassen zugestimmt. Es gab Gegenstimmen von den Grünen und eine von der UWG sowie eine Enthaltung. Die neue Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter nimmt somit Gestalt an.

Von Michael Robrecht

Die Bankenehe Höxter-Paderborn-Detmold-Delbrück steht kurz vor der Verwirklichung. Foto: dpa

In den vergangenen Tagen wurden durch die Gremien weitere wichtige Beschlüsse gefasst: Der Stadtrat in Delbrück, die Zweckverbandsversammlung der Sparkasse Paderborn-Detmold und der Stadtrat in Warburg stimmten ebenfalls und jeweils mit großer Mehrheit für einen Zusammenschluss der Sparkassen Paderborn-Detmold, Höxter und Delbrück. Die klaren Abstimmungsergebnisse zeigen aus Sicht der Bank die positive Einstellung aller Beteiligten zu einer leistungsstarken Sparkasse. Stimmt in der nächsten Woche auch die Zweckverbandsversammlung der Sparkasse Höxter einer Fusion zu, gilt diese als rechtlich beschlossen.

Stellungnahmen der Fraktionen im öffentlichen Teil

Der Rat Höxter hatte sich im nichtöffentlichen Teil der Sitzung von den Bankvorständen über Details informieren lassen. CDU, SPD, FDP un d Teil der UWG erläuterten in Redebeiträgen vor der öffentlichen Abstimmung, warum sie zustimmen würden.

CDU-Fraktionschef Günter Ludwig sprach von Weitsicht und Mut. Die Fakten und Zahlen seien doch eindeutig: Die Sparkasse müsse weiter zukunftsfähig bleiben. Es sei jetzt die richtige Zeit für Veränderungen. Aus einer Position der Stärke sei verhandelt worden.

Hans-Josef Held (SPD) stellte sich hinter die Fusion und begrüßte, dass die Vorstände Achim Frohss und Jens Härtel weiter für die Sparkasse und damit für den Kreis Höxter tätig seien.

Martin Hillebrand (FDP) sieht die Filialen Lüchtringen und Stahle in Gefahr. Der Schritt insgesamt sei richtig.

Berno Schlanstedt (Grüne) kritisierte die Fusion. Übereilt seien die Gespräche und die Beteiligung der Politik gelaufen. Die einstige Grundidee der Gründerväter, eine Bank für die Menschen vor Ort, werde durch das neue große Gebilde kontakariert. Das Filialnetz werde garantiert ausgedünnt, die Mitarbeiterzahl reduziert. Das Berater-Kundenverhältnis gehe den Bach herunter.

Ralf Dohmann (BfH) wies darauf hin, dass sich das Kundenverhalten stark verändere und man nicht verlieren dürfe, was man erhalten wolle. Daher sei die Fusion nötig.

Ferdinand Welling (UWG)  merkte an, dass man sich die Informationen der Sparkassenvorstände früher gewünscht hätte. Das sei jetzt alles ehr spät gelaufen.

Im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung in Höxters Stadthalle als auch im öffentlichen Teil war  die Sparkassenführung als Ansprechpartner im Saal.

Startseite
ANZEIGE